Pimp my Shad

Normalerweise reicht es mir vollkommen aus wie die Farbkombination eines Shads aus der Fabrik geliefert wurde.

Es gibt aber Tage da mögen die Zander die eine oder andere „Hilfe“ um den Shad zu nehmen, kann aber auch sein das man den Wunschköder daheim vergessen hat oder keinen mehr im eigenen Sortiment hat. Da kann ein Marker weiterhelfen den man in der Tasche immer dabei hat. Ich habe immer einen Spike-Hit Marker in meiner Seitentasche in der Farbe Rot da für mich nur diese Farbe wichtig ist, natürlich gibt es auch andere Farben im Handel. Die Stifte von Spike–It haben verschiedene Geschmäcker aber da bin ich nicht so überzeugt davon das sie eine große Wirkung auf das Beißverhalten der Zander haben, da es sich schon um eine sehr kleine Menge handelt die man aufträgt, aber von Nachteil dürfte es auch nicht sein. Ich kann meinem Shad am Wasser schnell ein anderes Design verpassen, hier mal einen Punkt, da mal einen roten Schwanz oder einen roten Bauch. Diese auffälligen Punkte werden dann oft vom Zander oder anderen Raubfischen anvisiert. Ach ja noch eine Anmerkung: natürlich könnt ihr auch den Jigkopf passend zum Shad anmalen.

Reicht das ändern des Design nicht, möchtet ihr eurem Shad mal Duft auf den Weg mitgeben, dann gibt es auf dem Markt einige Hersteller die verschiedene Düfte (Garlic, Crab usw.) anbieten. Bewiesen ist es ja noch nicht das es wirklich immer funktioniert und man frägt sich natürlich auch woher die Raubfische z.b. Knoblauch kennen, aber es gibt Tage an denen es etwas zu bringen scheint einem Shad Duft auf den Weg mitzugeben, besonders im Winter wen die Shad sehr langsam geführt werden hatte ich oft Erfolg mit Garlic (Knoblauch). Ich weis nicht ob der Gestank den Zander zu meinem Shad gebracht hat, aber wobei ich mir sicher bin ist das wen der Shad einmal genommen wurde das ihn der Zander durch den Geschmack länger im Maul behalten hat und das half ungemein den Anschlag zu setzen. Man findet so manche außergewöhnliche Duftrichtung für etwas weniger Geld auch in der Karpfenabteilung eines Angelladens mit der man seinen Shads den gewissen Duft geben kann, endweder man legt die Köder in diese Flüssigkeiten ein oder man verdünnt sie etwas  und sprüht sie auf den Shad, wer es etwas mehr mag kann natürlich auch mit einer Spritze aus der Apotheke den Duftstoff in die Shads spritzen. Man muss sich jetzt nicht alle Duftsorten oder alle Hersteller auf dem Markt anschaffen, es reicht sich für eine Duftrichtung zu entscheiden und diese mal für sich selbst zu testen. Im Winter hat sich am besten Knoblauch bewährt. Also viel Spaß bei pimp my Shad.

Der richtige Jigkopf

Anfänger und Einsteiger sind oft verunsichert wen es um das Thema Spinnfischen mit Gummiköder am Bleikopf geht. Welcher Jigkopf, welche Größe und welches Gewicht passt zu welcher Situation? Das sind einige der Fragen die man sich am Anfang stellt, dazu kommt es noch das in den letzten Jahren einige Arten an Jigköpfen auf den Markt erschienen sind und das kann einen schnell verunsichern. Unter diesen vielen Arten gibt es einige Jigköpfe die man in seinem Sortiment haben sollte.

 

Beginnen wir mit dem Allrounder. Der Rundkopf-Jig ist der wohl am meisten eingesetzte Jig, er wird überall dort eingesetzt wo man wechselnde Bedingungen vorfindet oder dort wo man noch nicht genau weis was einen erwartet, wie Wassertiefe, Grundbeschaffenheit usw.. Dieser Jigkopf startet relativ steil vom Boden auf, landet er wieder auf dem Boden kippt er da zur Seite weg. Dieses Kippen ist in vielen Fällen kein Nachteil, viele Raunfischangler wollen genau dieses abkippen da es seinen Reiz auf den Raubfisch hat.

 

Der Football-Jig ist genau wie der Rundkopf-Jig ein Allrounder der auch gerne zum Vertikalangeln eingesetzt wird den dort hält er den Köder genau austariert unter der Rutenspitze. Für den Uferangler ist er genau so einfach wie der Runkopf-Jig zu führen, steigt genauso steil vom Grund auf, nur hat er die Eigenschaft das der Köder am Grund nicht umkippt. Also welcher von beiden es sein soll ist auch irgendwo eine Glaubenfrage an den jeweiligen Jig.

 

Der Erie-Jig ist durch sein Design sehr gut für stärkere Strömungen und tiefe Gewässer geeignet. Einer seiner Vorteile ist das er am Grund nicht den Köder flach am Grund aufliegen lässt sondern der Köder hängt mit dem Hinterteil „schön in der Luft“ also zeigt nach oben, der Raubfisch kann ihn gut einsaugen. Beim anheben vom Grund startet dieser Jig sehr flach und gleitet auch flach über den Grund, landet er wieder auf dem Grund kippt er dort auch nicht um.

 

Der Fischkopf-Jig ist durch seine Form sehr gut für stark fließende Gewässer geeignet. Das Wasser strömt an ihm vorbei und versetzt den Köder der dahinter hängt in Bewegung. Zum Jiggen nicht unbedingt zu empfehlen, dafür aber sehr gut geeignet zum vertikalen Angeln vom Boot, zum angeln im Mittelwasser oder zum schleppen.

Der Bananen-Jig hat seine Öse sehr weit vorne, das verlagert seinen Schwerpunkt nach hinten dadurch steigt der Köder sehr steil vom Grund auf, das hat den Vorteil das dieser Jig eine sehr geringe Hängergefahr hat. Mit diesem Jigkopf lässt es sich gut auf sehr weite Distanzen angeln.

 

Diese Jigarten sollen euch eine kleine Hilfestellung sein. Variiert die Gewichte des Öfteren, manchmal bringt es etwas wen die Köder sehr langsam zum Grund sinken, oft bringt es tatsächlich auch etwas wen der Köder überbleit ist also mit einem richtigen Tock auf dem Grund landet. Als Tipp, kauft euch die Jigköpfe nicht einzeln sondern einfach im Set und verschieden Gewichten das ist zum einen billiger und ihr werdet am Anfang durch Hänger viele verlieren.

Ausbalancieren richtig gemacht

Die meisten Ruten von der Stange sind mit der gewünschten Rolle nicht ausbalanciert und das macht auf Dauer Probleme die sich als Schmerzen im Arm oder Rücken wiedergeben.

Heute möchte ich die Möglichkeit des ausbalancierens einer Rute für eine Endgültige Art beschreiben. Das soll bedeuten nach dem Umbau der Rute ist es fast unmöglich die Rute wieder in den Urzustand zu versetzen. Der erste Schritt ist das richtige Gewicht zum ausbalancieren der Rute zu finden. Dazu nehme man ein Gummiband oder Krepband und Drop-Shotbleie in verschiedenen Gewichten und mache sie am Ende der Rute fest bist die Rute mit der gewünschten Rolle ausbalanciert ist.

 

Im zweiten Schritt wird die Endkappe der Rute entfernt und das klappt eigentlich immer sehr gut mit einem Topf voller heißem Wasser oder mit einem Wasserkocher. Man hält das Ende der Rute mit der Endkappe 1 bis 2 min. in das kochende Wasser, danach kann man die Endkappe von der Rute abziehen. Vorsicht: unbedingt einen Lappen nehmen da die Endkappe sehr heiß wird!!

Nach dem entfernen der Endkappe werden die Bleie mit Krepband umrollt bis die entsprechenden dicke des inneren Teil des Blankes erreicht wird. Vorteil der Bleie ist das man an die Öse eine Monofile Schnur anbringen kann mit der man das Blei wieder rausziehen kann.

Der vierte Schritt ist das verkleben der Bleie mit dem Blank, dafür verwenden wir Epoxykleber oder Polyurethan Konstruktionskleber (der Kleber schäumt auf!). Achtung die Bleie so tief einkleben das die Endkappe wieder sauber auf das Ende der Rute passt.

Nach dem verkleben des Bleigewichtes wird die Endkappe wieder eingeklebt und fertig ist die ausbalancierte Rute. Euer Rücken wird es euch nach stundenlangem Angeln danken.

Die kleinen Dinge sind endscheidend

Heute wollte ich euch beschreiben wie ich 2 nicht gleich starke Schnüre im Bereich feines Barschangeln verbinde.

Einige verwenden im Allgemeinen einen Wirbel oder einen Snap um Hauptschnur und Vorfach mit dem Clinchknoten zu verbinden, das vereinfacht es das Vorfach zu wechseln. Andere wiederum schwören auf den Albright-Knoten als sichere Verbindung. Nun kann aber nicht jeder den Albright-Knoten und besonders wen es auf Barsch mit feinem Gerät und kleinen Köder gehen soll will man so gut es geht Gewicht sparen da sich zuviel Gewicht vor dem Köder z.b. mit Miniwobbler negativ auswirken kann. Um trotzdem auch in diesem Bereich mit dem Clinchknoten auszukommen entfremde ich Teile aus der Karpfenangelei um die zwei Schnüre miteinander zu verbinden. Damit sind sogenannte Link Loops und Rig Ringe gemeint, diese Teile haben eine hohe Tragkraft und sind sehr klein, damit sind Durchmesser von 2 bis 3 mm gemeint und bei dieser Größe kann man sich sicher vorstellen das sie kaum noch Gewicht mit sich bringen die den Miniwobbler beeinflussen könnte. Es ist zu beginn vielleicht nicht ganz einfach an so einem kleinen Ring eine sehr (0,6er oder 0,8 er) dünne Schnur mit einem Chlinchknoten festzumachen aber mit etwas Übung klappt es nach den ersten paar mal ohne Probleme.

JIKA Rig

Ein Rig das in Deutschland noch nicht sehr bekannt ist nennt sich das JIKA Rig.

Das Jika Rig verbindet das Texas- und das Drop Shot-Rig. Der angebotene Köder befindet sich sehr nah am Boden und wird waagerecht angeboten. Der Köder hat freies Spiel seine ganze Aktion auszuspielen. Mit diesem Rig kann man den Köder über den Boden springen lassen oder man lässt ihn an einer interessanten Stelle sein Spiel entfalten eben wie beim Drop Shot mit leichten Bewegungen durch die Rute. Besonders mit auftreibenden Ködern ist dieses Rig der Hammer. Um dieses Rig selber zu bauen braucht ihr folgendes; Offsethaken, verschiedene Sprengringe, alternativ Wirbel, Drop Shot- oder Birnenbleie mit einer Öse.

Beachtet bei der Auswahl der Teile das die Haken und der tragende Sprengring hochwertig sein sollten. Der Sprengring sollte mind. die Traglast des Vorfaches erfüllen das ihr vorschaltet. Der Wirbel in den ihr das entsprechende Blei einhängt muss nicht hochwertig sein da er nur das Blei hält und bei einem Hänger des Bleis könnt ihr die restliche Montage retten indem sich das Blei vom Wirbel löst.

Das Vorfach wird am großen Sprengring eingehängt oder festgebunden !

Texas- und Carolina-Rig

Es gibt Rigs (Montagen) die in anderen Ländern wie den USA und Japan seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt werden.

Eines dieser Rigs das von mir beschrieben wurde war das Drop Shot-Rig. Heute möchte ich euch andere Techniken vorstellen die besonders auf Barsch erfolgreich sind aber natürlich auch für Zander einzusetzen sind. Fangen wir mit dem Texas Rig an. Eine Montage die universell einsetzbar ist, aber vor allem bei einer sehr hohen Hängergefahr ist dieses Rig sehr zu empfehlen. Für dieses Rig benötigt man folgendes; Fluorcarbon oder Stahlvorfach, Offset Haken, ein Patronenblei, eine Glaskugel und eine kleine Gummiperle. Nachdem der Haken an die Vorfachschnur gebunden wurde wird die kleine Gummiperle aufs Vorfach gezogen danach kommt die Glasperle und das Patronenblei. Die kleine Gummiperle soll beim Angeln als Schutz zwischen Knoten und Glasperle dienen. Das Geräusch das entsteht wen Glasperle und Patronenblei aufeinander treffen soll besonders die neugierigen Barsche anlocken. Dieses Rig führt ihr mit verschieden starken Anzupfern über den Boden.

Um aus einem Texas Rig ein Carolina Rig zu machen benötigt ihr entweder 2 Schnurstopper oder einen Wirbel. Indem ihr 2 Schnurstopper (Wirbel) vor die Glasperle und das Bulletblei schaltet könnt ihr variieren wie weit der Köder von der Glasperle und dem Patronenblei entfernt sein soll (natürlich gilt das nicht für die Version mit dem Wirbel). Mit diesem Rig habt ihr den Vorteil das ihr variieren könnt wie langsam der Köder zum Boden gleiten soll und das hat besonders in der kalten Jahreszeit Vorteile. Beachtet aber bei diesem Rig das je länger das Vorfach ist, umso schwieriger wird es mit der Bisserkennung da beim Absinken der Kontakt zum Köder verloren geht.

Für die Rigs gilt wen ihr den Köder Offset angeködert habt sollte der Anhieb fest sein damit der Haken auch im Maul des Fisches sauber greift.