Geflochtene- und Vorfach Materialien

Eine der wichtigsten und doch oft wenig beachteten Teile beim Spinnfischen sind die Schnüre die wir verwenden. Viele haben die neusten Ruten die besten Rollen oder die geilsten Köder am Start, auf die Frage aber was für eine Schnur sie zum Spinnfischen verwenden, fällt vielen dazu meistens nur der Hersteller ein. Ich habe das Thema auf meiner Seite auch etwas vernachlässigt und will damit meinen begangenen Fehler wieder gut machen. Darum wird auf dieser Seite auch immer wieder eine meiner verwendeten Schnüre von mir hier erklärt und ggf. auch empfohlen.

Kurze Erklärung

 

Was die Verbindungen einer geflochtenen Schnur mit dem Vorfach angeht, verwende ich beim Einsatz von Stahlvorfächer, die ich mir selber vorfertige und an deren oberen Ende immer ein Wirbel zu finden ist, den Chlinchknoten. Der Knoten ist einfach zu binden, schnell von jedermann zu erlernen, und bewahrt eine große Traglast der Schnur. Es werden etwa 5-8 Windungen benötigt damit der Knoten sauber hält.

Wird stattdessen eine geflochtene Schnur mit einer monofilen oder fluorocarbon Schnur als Vorfach verbunden, verwende ich hier gerne den Albright Knoten, da zwei verschieden Dicke Schnüre miteinander verbunden werden und dieser Knoten sich schon bewährt hat. Um auf der sicheren Seite zu sein, habe ich mir angewöhnt den Doppelten Albright Knoten zu verwenden, der bei etwas glatten Schnüren noch besser hält und das durchrutschen verhindert.

Nicht vergessen immer die Schnur etwas mit den Lippen anfeuchten bevor der Knoten langsam und sauber zugezogen wird!!!

Vorfächer

Und die Teile benögtigt man:

  • einen guten Seitenschneider
  • Eine Hülsenquetschzange
  • Stahlvorfach ( ich nehme unteranderem gerne das von Cannelle 9 und 12kg/ 7Strands)
  • Hülsen ( gerne von Think Big)
  • Wirbel ( von Rosco)
  • Snaps ( Rosco oder Brads)

Ich konnte schon oft sehen wie und mit was manche ans Wasser gehen, was die meisten von uns nicht so machen würden.

Eins davon ist das Thema „Vorfach“. Ich angele zu 80% mit Stahlvorfach und zu 20% mit Fluorocarbon oder Mono. Hechte sind überall am Rhein zu finden und ich möchte keinen verangeln dazu kommt noch das ich bei einem Hänger den Köder meistens wieder befreien kann. Ich konnte auch noch nie feststellen das irgendeine Scheuch Wirkung vom Stahlvorfach ausgeht. Wen das Wasser sehr klar ist und ich aus Erfahrung weiß das an diesen Stellen keine Hechte stehen, nehme ich auch Fluorocarbon als Vorfach.

Die Vorfächer werden von mir nicht gekauft, sondern selber gebunden. Warum? Es ist nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch des Vertrauens, ich weiß wie ich meine Vorfächer zu binden habe und welche Materialien zu verwenden sind und geht doch mal was falsch beim Angeln kann ich auch nur mir die Schuld geben. Ich binde Vorfächer und Stinger immer auf Vorrat. Ein Abend vor dem Fernseher und man kriegt einiges an Stahlvorfächer zusammen. Meine Vorfächer haben eine Länge von ca. 40cm und bestehen aus 6 bis 14 kg tragendem Stahlvorfach (es gilt hier beim Zanderangeln, auf Hecht verwende ich je nach Köder ganz andere Traglasten). Ob das Stahlvorfach 7x7 Fäden haben muss oder auch nur 1x7 Fäden reichen ist eine Kosten- und Geschmacksfrage. An der einen Seite binde ich einen Karabiner und an der anderen Seite einen Wirbel in der entsprechenden Größe. Die geflochtene Schnur wird dann mit dem Wirbel über einen Clinch-Knoten verbunden.

 

WFT Gliss KG

„Fast wie Zauberei“ ein Werbeslogan den ich irgendwo im Netz zu lesen bekam als ich die WFT Gliss KG suchte.

Eine Schnur die mit Ihren Eigenschaften einer Monofilen ähnelt aber dafür mehr als die 4-fache Tragkraft einer Monofilen haben soll. Eigentlich waren es aber andere Eigenschaften die mein Interesse weckten und das waren zum einen die extrem glatte und runde Oberfläche die große Wurfweiten ermöglichen soll, zum anderen das sie durch die Flechtung keine Wasseraufnahme und eine hohe Abriebfestigkeit aufweisen soll zu guter Letzt keine Dehnung. Eigentlich einige der wichtigsten Eigenschaften die eine Zanderschnur haben sollte.

 

Die ganzen Angaben und Produktionsschritte die über diese Schnur noch geschrieben stehen können natürlich im Netz nachgelesen werden, daher halte ich mich hier nicht mit diesen ganzen technischen Ausdrücken wie „extrudierte Schnur“ oder „polyfile Strukur“ auf, da diese für mich nebensächlich sind.

Bei meinem Test kamen zum einen die 11Kg in der 0,18er und die 8Kg in 0,14 Stärke in der Farbe rosa zum Einsatz. Das erste Aufspulen der Schnur auf meine Hagane verlief tadellos und das Wickelbild war nicht von schlechten Eltern. Die ersten Würfe am Wasser mit der 0,18 waren auch überraschend gut, gute Wurfweiten und eine ansehnliche Wickelkontur nach den Würfen machten Hoffnung auf eine tolle Schnur.

Wie bei allem was Neu ist kommt nach der Euphorie dann der alltägliche Gebrauch und da fing auch die WFT Gliss an ihre Schwächen zu zeigen. Trotz der Vorteile hohe Wurfweite, Null Dehnung und Geräuscharm überwiegen zu Letzt doch einige Nachteile die diese Schnur nicht zu meiner Lieblingsschnur werden ließen.

Einer der Kritikpunkte ist die Knotenfestigkeit, es geht nicht darum ob dieser hält und wie hoch die Tragkraft ist, sondern wie man den Knoten bindet den die glatte Oberfläche der Schnur kann einem schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Ein einfacher Clinch-Knoten kann durch die glatte Oberfläche zum Köder schlimmstenfalls zum Fischverlust führen. Ein mehrmaliges Ziehen nach dem Knoten binden wäre hier empfehlenswert, daher die empfohlenen Knoten auf der Verpackung beachten.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das sie leider nicht so Abriebfest ist wie sie angepriesen wird, das hat sich beim Zanderangeln in den Rheinbuhnen öfters gezeigt, wo sie bei Kontakten mit Unrat und Steinen leider schnell auf gespleißt ist und anfing zu fransen. Das führte dazu das ich die Schnur, aus Sicherheitsgründen, öfters ein kürzen musste.

Und zum Schluss mein letzte Kritikpunkt, erleidet man doch hier und da mal einen Köderverlust, was am Rhein nicht so abwegig ist, wird das anbinden eines neuen Vorfaches zum Geduldspiel. Hier zeigt die Gliss einen großen Nachteil zu anderen Schnüren. Durch den vorherigen Abriss spleißt und franst diese Schnur am Ende extrem unregelmäßig auf, das macht es richtig schwer einen normalen Knoten an einem kleinen Wirbel zu binden und dann kommt noch das oben erwähnte mehrmalige „ziehen“ dazu, da stelle ich mir unter „Schnell weiter angeln“ was anderes vor. 

Fazit; Zu guter Letzt erinnert mich diese Schnur an eine andere Schnur, irgendwas mit Nano, die es mal vor längerem auf dem Markt gab oder noch gibt, die weist annähernd die gleichen Vor- und Nachteile auf wie die Gliss. Trotz einiger Vorteile entschied ich mich nach nur 3 Wochen, daher nur Test und kein Langzeittest, diese Schnur von meiner Rolle zu entfernen da ich einfach nicht das nötige Vertrauen aufbauen konnte um mit ihr weiterhin angeln zu gehen. Wer sich selbst von der Gliss überzeugen möchte, die Schnur ist für ca. 16 € für 150 m im Fachhandel zu haben.

Veröffentlicht März 2017

Die Daiwa J-Braid X8

Ein Langzeittest bei dem die J-Braid X8 zeigen durfte was sie kann ist beendet und daher wurde es Zeit sie hier vorzustellen und meinen Senf zu dieser Schnur zu geben.

Wie zu Beginn erwähnt konnte ich diese Schnur in den gängigen Durchmessern für Barsch, Zander und Hecht, in den letzten Monaten auf Herz und Nieren testen.

Außen vor lasse ich natürlich die Durchmesser die für Meeresräuber und Wels gedacht sind, genauso gibt es hier erst mal keine Antwort darauf ob sie BC geeignet ist.

Am Anfang hatte ich einige bedenken was man für den doch niedrigen Preis an Qualität bekommen würde. Beim ersten Blindtest merkte ich auf Anhieb wie weich und glatt sie ist. Manche Schnüre sehen schon auf den ersten Blick „platt“ aus was ich von dieser Geflochtenen nicht sagen kann. Auch beim Verlegen der Schnur auf die Rolle konnte ich kein schlechtes Wickelbild erkennen.

 

Einige Monate später nach vielen Stunden am Wasser ziehe ich ein überwiegend positives Resümee, den ich hatte noch keinen Schnurbruch oder Fischverlust zu verzeichnen. Irgendwelche Unterschiede zu gleichwertigen oder hochwertigeren Schnüren in Bezug auf Geräuschentwicklung, Flugweite, Dehnung (wenn man bei den modernen Geflochtenen Schnüren überhaupt noch davon reden kann) oder schlechtere Knotenhaltbarkeit* konnte ich nicht ausmachen. Egal ob ich sie in der Farbe green mit einem Durchmesser von 0,10 bis 6 kg oder in chartreuse bis zu einem Durchmesser von 0,18 mm mit 12 kg Tragkraft gefischt habe die Farbe der Schnur verblasste nicht schneller als bei anderen gängigen Geflochtenen. Bald wird sie sich auch bei kalten Temperaturen beweisen müssen, inwieweit ihre Beschichtung hält und somit wie Wasser abweisend sie tatsächlich ist.

 

Nun zu meinem Fazit; die Schnur ist im Preis-Leistungs-Verhältnis so ziemlich Unschlagbar soweit man einiges Beachtet, daher kommt mein „überwiegend“ her den die J-Braid hat eben auch manche Eigenschaften auf die man achten sollte um mit ihr lange und zuverlässig angeln zu können.

 

*Zum einen verwende ich immer den verbesserten Clinch-Knoten um die Schnur mit einem Wirbel zu verbinden. Zum verbinden  der Geflochtenen mit einem Fluorocarbon Vorfach verwende ich den Albright-Knoten, zwei Knoten die sich bei mir duchgesetzt haben und das schon seit Jahren.

 

Es schadet nicht hin und wieder mal ein Auge auf die Schnur zu werfen, besonders nach irgendwelchen Hängern, den die Schnur könnte dabei beschädigt werden, also vorsichtshalber den einen Meter abschneiden und neu binden.

 

Und als letztes ist es hier, wie auch bei anderen Herstellern, schwierig zu sagen wie sich das Verhältnis von Tragkraft zum Durchmesser der Schnur verhält. Bei mir hielt sie immer zuverlässig im Drill nur bei manchen Hängern gab sie manchmal etwas schnell nach und riss. Das Verhältnis von Tragkraft zu Durchmesser kommt mir recht plausibel vor, trotzdem kommen bei mir in den feinen Bereichen der Angelei um die 4 bis 7 kg Tragkraft nur Geflochtene der Marke Stroft auf die Rolle, das hat einfach etwas mit Vertrauen zu tun.

Letztendlich kann und möchte ich nicht wirklich was schlechtes über die J-Braid X8 sagen, denn sofern man sich daran hält nach einem Hänger den ersten Meter auf beschädigung zu überprüfen wird sie einem gute Dienste leisten.

Bei einem Preis von ca. 9 Cent pro Meter, ist sie eine gute Alternative zu so manch anderer Geflochtenen Schnur auf dem Markt.

 

Veröffentlicht Dezember 2016

Cast Away von Sunline

Erstmal eine Zusammenfassung zu dieser Schnur: Die Cast Away ist eine Hybridschnur das bedeutet sie besteht aus 4 Monofilen und 4 PE Fasern die miteinander verflochten wurden. Diese Art des flechten mit dem noch dazu kommenden Harzüberzug das die Oberfläche noch glatter macht, soll die Wurfeigenschaft verbessert werden und eine maximale Wurfweite ermöglichen und das bei minimaler Dehnung der Schnur. Dazu kommt noch, dass dieses Verfahren die Schnur noch abriebfester und haltbarer machen soll. Die Cast Away gibt es nur in der hell blauen Farbe was ich persönlich nicht so schlecht finde.

 
Eigentlich begann alles vor einigen Monaten mit meinem Kumpel Tibi auf einer Angelmesse, wir sahen dort die Cast Away von Sunline und er war sofort begeistert von dieser Schnur, er suchte nämlich etwas in einem sehr kleinen Durchmesser zum leichten Barschangeln.  Der Preis der Schnur und das Fehlen des von ihm gewünschten Durchmesser hielt ihn davon ab sie zu kaufen. Es vergingen einige Monate bis er wieder auf die Schnur zu sprechen kam, nach einiger Recherche fand ich die Schnur in einem Online Shop und obwohl sie anscheinend für andere Angelmethoden wie das Meerforellen- und Wolfsbarschangeln gedacht sein soll, wo es auf Wurfweite ankommt entschied ich mich neben seinem gewünschten Durchmesser auch eine Rolle für mich zum Zanderangeln zu bestellen. Seitdem sind schon wieder einige Wochen ins Land gezogen und ich habe die Schnur Wochenlang auf Herz und Nieren getestet und hier ist mein Ergebnis für die Cast Away.


Nach der Zeit in der mich die Schnur jedes Mal ans Wasser begleitet hat nahm ich sie mal näher unter die Lupe um genau zu sein unter ein Mikroskop. Die Schnur hat gar nichts an Farbe verloren sie ist nur etwas dunkler geworden durch die Schmutzpartikel die an ihr heften. Ich kam auf die Idee die Schnur unter ein Mikroskop zu halten um zu sehen wie sie aussieht, ich nahm noch zum Vergleich andere Schnüre die ich verwende, aber dazu schreibe ich vielleicht mal etwas in einem anderen Bericht.
Ich war echt erstaunt zu sehen, dass man unter dem Mikroskop an dieser Schnur tatsächlich die enge flechtung und den Überzug noch sehr gut sehen konnte, die Schnur zeigte kaum Verschleiß, im Vergleich zu anderen Schnüren standen an dieser Schnur nur sehr wenige Fasern ab. Am Wasser macht sie auch eine sehr gute Figur, dass Versprechen die maximale Wurfweite raus zu holen wurde in meinen Augen von Sunline gut umgesetzt. Die Schnur fliegt nur so durch die Ringe, das sie zum Teil aus Monofil bestehen soll hat sich beim Zanderangeln gar nicht bemerkbar gemacht und die Bedenken das die Knoten nicht so gut halten würden hat die Cast Away ausgeräumt. Der Bodenkontakt mit dieser Schnur ist tadellos, jeder Hüpfer des Köders ist sauber zu spüren und beim ein kurbeln der Schnur bin ich recht zufrieden mit der Geräuschkulisse die diese Schnur hat, sie ist recht leise und ein vibrieren der Schnur im Wasser konnte ich nicht ausmachen. Dass sie keine Nachteile beim Anschlag und im Drill hat konnte sie beim Drill eines 82er Zander beweisen. Aber ich will nicht ohne einen Kritikpunkt die Schnur in den Himmel loben, es wäre von Vorteil die Schnur von einem Fachhändler auf die Spule spulen zu lassen, macht man das selbst manuell könnte das Wickelbild auf der Rolle nicht so ganz optimal aussehen, vielleicht liegt das an dem Monofilen Anteil in der Schnur. Kurz und knapp, nach diesen Wochen wo ich schon die Schnur zum Zanderangeln verwendet habe konnte ich außer dem richtigen aufspulen der Schnur nichts Negatives ausmachen kann sogar sein, dass sie eine der besten Geflochtenen ist die ich zum Angeln verwendet habe. Das sie meistens ausverkauft ist spricht wohl auch dafür das andere Angler ihr vertrauen in sie setzen. Ich werde auch mal einen kleineren Durchmesser testen und danach meinen Bericht ggf. erweitern. Mit einem Preis um die 35 € für 150 m Spule ist man bei dieser Schnur dabei.

 

Veröffentlicht 2012

Climax Touch 8 Braid

Die 8Braid von Climax war für mich ein spontaner Kauf, ich brauchte auf einer meiner Rollen neue Schnur, da ich aber meistens die D… verwende und diese in kaum einer der Angelläden hier in der Nähe zu finden ist, entschied ich mich mal die Climax zu probieren.

Beim ersten anfassen der Schnur fiel mir gleich ihre glatte Oberfläche auf die ich ansprechend fand. Die Schnur fühlt sich beim ersten Mal aufspulen ziemlich steif an aber nach einiger Zeit angeln wird sie geschmeidiger, da kann man sie schon gut mit der D… vergleichen. Die Schnur gleitet sauber durch die Ringe mit kaum wahrnehmbarer Geräusch Entwicklung, auch beim Führen der Köder ist kein vibrieren in der Schnur zu spüren. Die Angaben von 0,14 sind schwer zu überprüfen aber das Verhältnis zwischen der 0,14 und 11,3 kg Traglast finde ich etwas übertrieben, daher denke ich das der Durchmesser der Schnur etwas höher ist als angegeben. Trotzdem hält die Schnur bis jetzt was sie verspricht, kein Knoten hat sich trotz der glatten Oberfläche gelöst und ich konnte auch noch kein übermäßiges auffasern der Schnur feststellen. Trotzdem stört mich doch etwas an der Schnur, nämlich das die Farbe ziemlich schnelle verblasst, das spricht wohl auch dafür das die Oberflächenbeschichtung recht schnell verloren geht. Die Rolle mit 135m gibt es in verschiedenen Farben. der Preis für die 135m Rolle schwankt ziemlich im Netz, ich konnte meine für knapp 20€ kaufen, was meiner Meinung nach für diese ein angemessener Preis ist.

Im Vergleich die Originalfarbe und nach ca. 10 Stunden Angelzeit das verblassen der Farbe

Touch 8Braid von Climax in 0,14mm mit 11,3kg Traglast

Herstellerangaben:

  • Durchgehend 8-fach geflochten
  • Sehr glatte und geschmeidige Oberfläche
  • Durch spezielle Oberflächenbeschichtung gleitet die Touch laut- und reibungslosdurch die Ringe
  • Direkte, natürliche Köderführung
  • Minimale Dehnung
Veröffentlicht Juli 2015

Penn International Braid

Meine am meiste eingesetzte Schnur zum Spinnfischen auf Zander war mal die Penn International Braid in weiß oder gelb, besonders gelb mag ich gerne in besonderen Situationen da sie einfach besser sichtbar ist.

Je nach Köder und Rute verwende ich verschiedene Durchmesser, angefangen bei 0,12 (9,6 kg) bis max. 0,17 (19,2 kg), für die meisten die sich nicht entscheiden können und meistens an Flüssen unterwegs sind würde ich eine 0,14er (13,4 kg, vielleicht etwas übertrieben die Tragkraft) empfehlen, gibt genug Sicherheit beim Drill und hat noch etwas Puffer einen Hänger zu lösen.

Herstellerangaben:

• Sehr eng verflochten

                                                     • Extrem glatte Oberfläche durch Spezial-Beschichtung

                    • Hohe lineare und Knotentragkraft

                                                                              • Extrem geschmeidig und abriebfest

 

Das Problem ist das die meisten Schnüre im mittleren Preissegment sich sehr gleichen, deshalb gibt es da nur sehr wenige Anhaltspunkte womit man noch beim Käufer trumpfen kann. Meiner Meinung nach stimmen die meisten Angaben dieser Schnur, aber setzt man die Schnur oft ein verliert sie irgendwann ihre Beschichtung, das ist auch bei den meisten anderen Herstellern der Fall, sie franst auf und spätestens dann sollte man das Stück entfernen oder die Schnur von der anderen Seite aufwickeln. Trotzdem ist es eine der wenigen Schnüre, die ich in diesem Preissegment kenne, bei der die angegebene Geschmeidigkeit von Beginn an vorhanden ist, die Abriebfestigkeit doch etwas mehr ausmacht als bei anderen Schnüren (besonders bei Nichtbeabsichtigten Kontakten mit der Steinpackung) und ich hatte noch nie den Fall das mir bei dieser Schnur ein Knoten aufgegangen ist. Dass was ich aber an der Schnur mag ist das sie sehr leise ist, dass bedeutet das sie im Wasser, wen der Köder zu Boden sinkt, keine Vibrationen erzeugt die in der Rute zu spüren sind. Der Preis der Schnur von Penn liegt bei ca. 0,14 € pro laufenden Meter und dafür finde ich die Schnur vollkommen in Ordnung.

Tournament 8 Braid von Daiwa

Eine der etwas hochkarätigen Schnüre auf meinen Spinnrollen ist die Tournament 8 Braid von Daiwa. Die Schnur wurde oft geworben und besonders oft liest man das „Made in Japan“.

Herstellerangaben:

  •  8-fache Flechtung
  • Absolut rundgeflochten
  • Oberflächenbeschichtung
  • Sehr hohe Tragkraft
  • Hohe Nassknotenfestigkeit
  • Keine Dehnung
  • Made in Japan

 

Ob alle Angaben aufs genauste Stimmen kann ich nicht überprüfen, aber was ich sagen kann ist das die Schnur sehr gut ist. Sie ist bei mir besonders für das etwas leichtere Angeln im Einsatz, das bedeutet ich verwende diese Schnur sehr gerne in der Farbe Chatreuse, und in Durchmesser von 0,08 (4,9 kg) fürs Barschangeln bis max. 0,14 (10,8 kg) zum Zanderangeln. Am Anfang als ich das erste Mal diese Schnur probierte erinnerte sie mich an einen anderen Schnurhersteller mit einer sehr ähnlichen anmuteten Schnur, aber wie gesagt nur am Anfang. Die Schnur sieht toll aus besonders in der Farbe Chatreuse und sie ist geschmeidig, nimmt man sie zwischen die Finger rutscht sie tadellos durch, dadurch kann man sich vorstellen wie gut sie durch die Ringe einer Rute gleitet, Perückenbildung beim Werfen hatte ich auch noch nie bei dieser Schnur und trotz der Beschichtung hält jeder der gängigen Knoten tadellos, die Schnur beim Knoten befeuchten und sie hält ohne Probleme. Ich habe diese Schnur nicht immer auf der Rolle (natürlich auch weil sie nicht grade billig ist) wen ich am Wasser bin aber doch oft genug um zu sagen das trotz einiger Monate Angelei die Schnur noch ihre Farbe und Beschichtung beibehalten hat, sie fischt sich wie am ersten Tag. Die Schnur fliegt sehr weit und ist unglaublich leise im Wasser, es ist nichts in der Rute zu spüren von der Schnur. Ein Nachteil hat die Schnur aber doch, sie besitzt eine schlechte Abriebfestigkeit und sollte bei jedem Hänger oder Kontakt mit der Steinpackung genau unter die Lupe genommen werden. Der Preis ist immer unterschiedlich, je nachdem was für Längen man kauft. Bei einer Rolle mit 135m 0,12er Schnur bezahlt man pro Meter ca. 0,28€, das ist ein hoher Preis, aber auch eine wirklich tolle Schnur.

Veröffentlicht November 2013

Die Snyper von SPRO

Ich wollte eine neue Schnur auf einer meiner Rollen, da bekam ich die Empfehlung von einem meiner Gerätehändler mal die Snyper von Spro drauf zu machen.

Ich ließ mir die 0.15er Tragkraft 10kg aufspulen. Da ich nicht so sehr an den Scheuch Effekt oder die Sichtigkeit unter Wasser einer Schnur beim Zanderangeln glaube, entscheide ich mich nach gefallen einer Farbe und diesmal war es die Farbe Magenta.

 

Herstellerangaben:

• Hohe Tragkraft / niedriger Durchmesser • Schießt leise und weich durch die Ringe • Glatte und weiche Oberflächenstruktur • Nahezu Wasserdicht • Hohe Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit • Außergewöhnliche Knotenfestigkeit • Hohe UV-Beständigkeit • Hohe Farbechtheit • Fühlt sich sehr weich und glatt an • Sehr Abriebfest 

 

Ich angele schon einige Monate mit dieser Schnur und muss gleich sagen sie ist nicht besser und nicht schlechter als andere geflochtene Schnüre in diesem Preissegment. Die Tragkraft ist dem Durchmesser entsprechend ok, die Knotenfestigkeit ist zufrieden stellend, da gibt es nichts zu motzen. Sie fühlt sich tatsächlich schon zu Beginn weich an, die Abriebfestigkeit ist vollkommen in Ordnung, die Wurfweite ist auch ganz gut. Positiv ist das die Schnur nach Monaten kein auffrasen aufweist, der Nachteil ist das die Schnur doch schnell ihre Farbe verliert und irgendwann doch eher Grau als Magenta aussieht. Etwas gibt es doch noch was mir an dieser Schnur aufgefallen ist, in fließenden Gewässern wie den Rhein ist ein vibrieren der Schnur in der Rute wahrzunehmen und das gefällt mir nicht. Der Preis pro laufenden Meter liegt bei ca. 0,15 €.

Multiflex von Canelle

Kommen wir zu einem der Materialien die ich für meine Vorfächer verwende.

Damit ist das Stahlvorfach gemeint. Wieso Stahlvorfach? Weil es absolut Abriebfest ist und bei uns fast überall Hechtgefahr herrscht. Ich baue nicht nur die Vorfächer mit Stahl, sondern auch die Stinger. Eins meiner oft eingesetzten Stahlvorfächer ist das Multi Flex von Cannelle in der Ausführung 1x7.

Die Oberfläche des Stahlvorfachs ist braun mattiert, das wird von den Fischen deutlich weniger wahrgenommen.

Die Tragkraft und die Qualität des Multi Flex ist sehr gut und mit einem Preis von 6,99€ für 20m finde ich den Einsatz akzeptabel. Empfohlene Traglasten 9-12 kg wen es auf Zander gehen soll.

Pike Wire Drennan

Ein anderer Hersteller von Stahlvofächern der mich mit der Zeit auch überzeugt hat ist Drennan.

Von diesem Hersteller verwende ich das Material mit dem Namen Pike Wire in der Ausführung 1x7, also 7Strand, in der Farbe Bronze Woven Stainless, für die Herstellung meiner Stahlvorfächer und Stinger. Dieses Stahlvorfach ist dunkler mattiert als das oben genannte von Cannelle, die Verarbeitung ist auch etwas besser, das ausfransen der Enden bleibt oft aus, deshalb denke ich das der Preis von ca. 7€ für 15 m gerechtfertigt ist. Auch hier verwende ich meistens die Tragkräfte von ca. 6-12 kg auf Zander und bis -6 kg auf Barsch. Wen es mit größeren Ködern auf Hecht geht, verwende ich E-Sox Super Trace von Drennan mit einer Traglast um die 15 kg, das Material ist noch mal extra beschichtet und knickresistent.

Trilene von Berkley

Es gibt Situationen in denen das Stahlvorfach nicht die erste Wahl ist! Ist das Wasser sehr klar und man will mit einem kleinen Wobbler einen Barsch irgendwo rauskitzeln würde das Stahlvorfach die Aktion des Köders zerstören.

Beim Dropshoten wo ein Köder lange im Sichtfeld der Räuber steht oder man angelt auf Rapfen die bei einem Stahlvorfach schnell merken würden das an der Sache etwas faul ist, dann kommt für mich Fluorocarbon zum Einsatz. Je nach Köder und zu erwartenden Räuber kommt bei mir die Trilene von Berkley in verschiedenen Durchmesser zum Einsatz. Die Schnur hat gegenüber einer Monofilen den Vorteil das sie einen anderen Lichtbrechungsfaktor, eine bessere Abriebfestigkeit besitzt und dehnungsärmer als Monofil ist. Die 50m Rolle kostet je nach Durchmesser um die 6€.

 

 

   

 Herstellerangaben:

  • Im Wasser nahezu unsichtbar
  • Extrem geschmeidig
  • 100% Fluorocarbon
  • Super stark
  • VE: 50 m = 6, 180 m = 4, Rest = 1