Hamburgtrip 2014

 

Oktober 2014 war es wieder soweit, nach dem ausgelassenen Jahr 2013 wollte ich mal wieder Hamburg besuchen.

Dafür hatte ich mir vorgenommen über das verlängerte Wochenende ganze 2 Tage an der Elbe rund um Hamburg mit der Spinnrute den Zandern nachzustellen. Einen kurzen Blick auf den Wetterbericht versprach Sonnenschein pur, das ganze Wochenende gab es kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Nach einer 6 stündigen Fahrt konnte man auch schon in das Quartier etwas außerhalb von Hamburg, genau zu sein in Harburg einziehen. Nach einer kurzen Erholungspause ging es ans Wasser, für den restlichen Tag hatte ich mir vorgenommen die Häfen im Bereich von Harburg und Finkenwerder ab zu angeln, so gut wie Flut und Ebbe es zuließen. Man sollte sich vorher informieren wann in Hamburg Flut und Ebbe ist den viele Stellen sind bei Flut überhaupt nicht zu befischen und wiederrum gibt es Stellen die bei Flut befischbar sind aber in der Zeit nicht wirklich effektiv sind. Das bedeutet man sollte sich Infos einholen und versuchen einige Tage vorher anhand der Gezeitenvorausberechnung zu planen welche Stellen zu dem Zeitpunkt vielversprechend wären. Die erste Stelle die ich vorhatte auszuprobieren war schon von anderen Anglern besetz also wich ich auf eine andere Stelle aus und versuchte erstmal mit verschiedenen Ködern auf den Geschmack der Zander zu kommen, innerhalb der nächsten Stunden konnte ich einige Bisse bekommen und manchen Zander fangen. Es stellte sich heraus das Actionköder wie der Lunker City Shaker den Low Action Köder wie LK oder Spro The Assistant überlegen waren, was die Farbe anging waren Kombis mit Grün und Glitter erfolgreich, mit Jigköpfen von 17 bis 21g war man in den Häfen auf der sicheren Seite nur im Hauptstrom brauchte man öfters 28g um wirklich an den Grund zu kommen.  Geangelt habe ich mit 2 verschiedenen Kombis, einmal mit einer 2,70 m langen Rute bis 60g Wurfgewicht mit einer 2500er Rolle dazu 0,12er Schnur und zum anderen mit einer 2,70m langen Rute bis 80g Wurfgewicht mit einer 3000er Rolle mit 0,16er Schnur.  Die Stellenwechsel von Angelplatz zu Angelplatz nahmen immer wieder Zeit in Anspruch, zum Glück war an diesem Wochenende nicht viel Verkehr in Hamburg. Erst spät nachdem die Sonne untergegangen war fanden wir uns wieder in unserem Hotel ein und tot müde fiel ich in einen tiefen Schlaf.

 

Am nächsten Tag ging es morgens nach einem guten Frühstück wieder los, da noch Flut war entschied ich mich der Gummitanke in Hamburg einen Besuch abzustatten. Dort wanderten einige Köder und Kleinteile in meinen Warenkorb und nach einem Gespräch mit den Jungs von der Gummitanke entschied ich mich einige Stellen am Strom der Elbe anzufahren (wie z.B. Kraftwerk Moorburg, Burchardkai oder die Kattwykbrücke). Dort wurden die Stellen dauerhaft befischt nur leider wollte kein Zander beißen. Der Besuch am Elbstrom war eine Nullnummer, dafür gab es einige schöne Stellen mit tollen Ausblicken. Durch die zeitraubenden Stellenwechsel verging auch dieser Tag leider sehr schnell und so endete der Tag auch wieder nach einem guten Abendessen. Am nächsten Tag blieben nur noch wenige Stunden bis es Zeit wurde sich auf den Weg nachhause zu machen, diese Zeit wollte ich nutzen und in den nahegelegenen Häfen noch Zander zu fangen. Zwischendurch gab es einige Fehlbisse und einen verlorenen Zander im Drill, trotzdem konnten 2 Zander gelandet werden und wieder waren Action Shads der erfolgreichere Köder. Zwischendurch ging es noch zum Essen, natürlich gab es Fisch der echt lecker war und nachmittags fuhren wir wieder Heimwärts. Hamburg ist zum Angeln eine Reise wert, man fängt vielleicht nicht die größten Fische, aber mit etwas Gespür und einigen Infos bleibt man auch nicht Schneider und es gibt wohl kaum ein Gewässer das so Abwechslungsreich ist was das Panorama an den verschiedenen Angelstellen angeht. Noch als letzter Tipp für diejenigen die mal Hamburg auch anglerisch erleben wollen empfehle ich sich das Buch „Der Angelführer Hamburg“ zuzulegen, darin stehen viele Stellen (mit Adressen und Parkmöglichkeiten) die man beangeln kann und darf.

Veröffentlicht Oktober 2014

North Carolina USA 2013

 

Nach einigem hin und her hatte ich endlich die Angelerlaubnis für North Carolina in den Händen.

Erst dachte ich es wäre einfach eine Erlaubnis zu bekommen, es hat sich aber trotzdem etwas schwieriger herausgestellt, Infobroschüren und tel. ist hier wichtig. Danach waren einige Seen abzufahren um zu erfahren wie die Regeln vor Ort sind und ob es möglich ist vom Ufer oder nur vom Boot zu angeln. Die meisten Seen sind ohne Boot schwer zu befischen, da die Ufer sehr bewachsen sind. Nachdem ich einen interessanten See mit Bootsverleih gefunden hatte konnte das Angeln auch schon losgehen, leider muss man das Boot schon am frühen Nachmittag abgeben. Der erste Tag war erst mal zum erkunden des Gewässers und es war tatsächlich nicht einfach da der See wenig Wasser führte und der Grund doch sehr wenige Stellen hat welche Krautfrei waren. Mit jiggen am Grund und tiefer laufenden Wobblern war da wenig zu machen, ich konnte hier und da Fischaktivitäten erkennen und einen leichten Anfasser hatte ich auch aber das sollte es schon gewesen sein für den ersten Tag da ich nur 2 ½ Stunden angeln konnte und das Rudern auch einiges an Zeit in Anspruch nahm. Zwei Tage später kam ich wieder an den See und nahm mir etwas mehr Zeit und hatte meine Ausrüstung für das Gewässer vorbereitet. Ich versuchte es erst mal in den flacheren Bereichen in denen die Bäume den Barschen sicher genug Versteckmöglichkeiten bieten, leider konnte ich keinen Biss verzeichnen, nur die Leute im Nachbarboot konnten einen Schwarzbarsch landen.

Ich bewegte das Boot in die etwas tieferen Bereiche und warf meine Köder sehr nah ans Ufer da man dort die meisten Fisch Aktivitäten sehen konnte und tatsächlich konnte ich endlich den ersten Biss verzeichnen leider nur für eine kurze Zeit. Keine zwei Minuten später erkannte ich den ersten Hecht der direkt neben meinem Boot sich sonnte, keine Spur von Fluchtverhalten den er zog ab aber mit einer unglaublichen Gemütlichkeit, ich konnte an diesem Angel Tag einige dieser Hechte an der Oberfläche sehen und keiner hatte ein großes Fluchtverhalten aber auch keiner dieser Hechte war kleiner als ca. 75 cm und einer kratze gewaltig an der Metermarke. Das Anwerfen brachte auch nichts da sie entweder uninteressiert abdrehten oder einfach nur dem Köder bis zum Boot folgten und dann einfach abdrehten. Ich hatte sogar eine Situation in der ich eigentlich den Wobbler an einem Hecht vorbeiführen wollte und plötzlich jagen zwei Schwarzbarsche dem Wobbler hinterher bis kurz vor den Hecht um dann abzudrehen, das hatte den Hecht überhaupt nicht beeindruckt. Zwischendurch gab’s noch eine Entdeckung am Ufer, ein Biber saß am Ufer, wo er erst mal einem Fotoshooting über sich ergehen lassen musste bis er keine Lust mehr hatte und gemütlich ins Wasser ging und davon schwamm. Nachdem ich diese Bucht verlassen hatte versuchte ich es etwas Abseits an einer Stelle an der sich Fischaktivitäten zeigten und tatsächlich hatte ich mit meinem zweiten Wurf auch schon einen Bass am Haken den ich auch Landen konnte. Das war kein Riese aber mein erster Bass in den USA. Nach einem kleinen Fotoshooting durfte er auch gleich wieder schwimmen. Da die Zeit etwas knapp wurde und das Boot schon wieder abgegeben werden musste versuchte ich es noch an dem anderen Ufer mit einigen Würfen nur ließ sich kein Fisch mehr zu Anbiss verleiten dafür konnte ich aber im flachen Wasser einen riesen Karpfen sehen der sicher so manchen Karpfenangler reizen würde.

 

Letztes Update NC 2013

 

Habe nur wenige Stunden dafür Zeit und die wollte ich nutzen.

Also ein Boot gemietet und es konnte losgehen. Zwei Tage zuvor hatte es für ein paar Stunden geregnet, das ließ den Pegelstand des Sees um über einen Meter steigen. Das Wasser war sehr an getrübt und kühler geworden. Ich versuchte es in verschiedenen Buchten leider waren die Fische an diesem Tag nicht in beisslaune und ich konnte nur einen Biss verzeichnen, dafür waren die Schlangen an diesem Tag aktiv, einige der einheimischen Schlangen überquerten immer wieder den See, dabei war auch eine dabei die man sicher nicht zu nahekommen wollte, allein schon was ihre Größe anging, leider wurde aus den Bildern nichts deshalb ist nur eine kleine auf einem der Bilder zu sehen. Das Boot wurde natürlich wie immer von einigen der unzähligen Schildkröten begleitet. Fast schon am Ende konnte ich einen kleinen Hecht zum Biss überreden, dafür gab es ein Bild von ihm mit der tollen Musterung und er durfte wieder in sein Element. Nun endet hier mein Bericht über den kurzen Angeltrip hier in NC und hoffe das ich nächstes Jahr nochmal die Gewässer dort besuchen kann, dann aber mit etwas mehr Erfolg.

 

Und ein großes Dankeschön an meine Frau das sie immer so geduldig gerudert hat, damit ich angeln kann.

 

Veröffentlicht August 2013