Bachforellen

Jedes Jahr ist anders

 

 Jedes Jahr im Frühling besuche ich die Sieg und jedes Jahr ist die Situation eine andere. Für die Umstände sind der vergangene Winter und die aktuelle Wetterlage verantwortlich.

Nichts ist so unvorhersehbar wie das Ende der kalten Jahreszeit. Dieses Jahr war es auch wieder so, die Tage davor waren mit über 20 Grad echte Traumtage, erst an dem Freitag als ich nach Siegen fuhr änderte sich das Wetter schlagartig. Aus über 20 Grad sollte es am Wochenende einstellige Grad zahlen, Regen und Schnee geben. Die Voraussetzungen waren also nicht die besten, und es blieb nur ein Tag Zeit an der Sieg auf Bachforellen zu fischen. Nach einem entspannten Abend bei Manu ging es am nächsten Tag auch schon los, der erste Blick nach draußen zeigte das der Wetterbericht recht behalten könnte, es regnete und das Thermometer stand bei 5 Grad. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es ans Wasser, der Stand der Sieg war normal und das Wasser schön klar. Das Tackle war schnell bereit, dicke Kleidung und Wathose angezogen, es hörte zum Glück auf zu regnen und so ging es mit der Spinnrute Bach abwärts. Bachwasser ist grundsätzlich kalt und man sagt ja das die Bachforellen besonders nach dem Winter an tiefen Stellen stehen. Das war dieses mal nicht der Fall so da wir die wenigen Bisse in schnell fließenden Bereichen hatten, aber die Bisse ließen auf sich warten. Meine Lieblingsköder mit der Spinnrute an der Sieg sind vorwiegend Spinner in der Größe 0 bis 2 und kleine flach laufende Wobbler wie der Countdown von Rappala. An einer Rute wie der Zodias von Shimano mit einem WG von 5 bis 18 g mit einer 4 Kg Schnur von Stroft war jeder Wurf ein Vergnügen. Das Vergnügen teilten die Bachforellen nicht mit uns und so bekamen wir in den ersten Stunden nur kleine Forellen oder Anfasser an unsere Köder.

 

 

 Wir entschieden uns eine andere Strecke weiter aufwärts zu befischen und auch wenn es Spaß gemacht hat mit der Spinnrute zu angeln, ich muss gestehen meine größte Vorfreude war es endlich die Fliegenrute zu schwingen. Also Spinnrute gegen Fliegenrute, Spinner und Wobbler gegen Streamer getauscht. So befischten wir die vor uns liegende Strecke gewissenhaft ab und ich verlor auch so manche Schönheit im Drill. Dazwischen legten wir noch eine Pause im Biergarten ein mit gutem Essen und einem kühlen Bier bei 9 Grad Außentemperatur, echt erfrischend! Frisch gestärkt ging es auf die letzte Etappe der Sieg, und die Bachforellen zeigten sich in besserer Beisslaune. Eine der Bachforellen konnte Manu landen, mit ca. 36 cm eine gute Größe gefangen auf einen schwarzen Streamer mit metallisch reflektierendem Dekor. Wenig später stand ich auch mit krummer Rute da und an meiner 5-6 Fliegenrute gab eine 46er gutes Paroli. Leider ging nicht mehr viel nach diesen beiden Fischen, es wurde für uns Zeit den Angel Tag zu beenden und es sei dazu gesagt wir hatten Glück es gab an diesem Tag keinen Schnee. Am nächsten Tag auf der Heimfahrt gab es nicht nur Regen sondern auch starke Schneewehen, manchmal hat man doch Glück und der Wettergott ist milde gestimmt für einen Angel Tag.

 

Veröffentlicht April 2016

Bachforellenpirsch an der Sieg und Ferndorf

Am Wochende besuchte ich wieder mal meinen Freund Manu, wir hatten uns vorgenommen die Bachforellen zu beangeln und ich muss gestehen ich freute mich schon seit Wochen wieder an diesen schönen Gewässern zu sein.

Am ersten Tag ging es morgens mit Spinnrute und Kunstköder an die Sieg, wo sich der erste Teil der Strecke als nicht wirklich ergiebig herausstellte. Wir verwendeten die schon seit langem bewährten Mepps Spinner in den Größen 2 und 3 um an den kleinsten Bachforellen vorbei zu angeln. Trotzdem waren viele der kleinen Bachforellen scharf auf unsere Spinner und attackierten diese immer wieder, manche von ihnen blieben auch hängen aber die meisten stießen diese nur an wohl eher um ihr Revier zu verteidigen. Erst an einem anderen Teilabschnitt der Strecke wo das Wasser in eine stärkere Strömung überging konnte ich endlich eine der besseren Bachforelle an meinen 3er Mepps in Gold bekommen und nach einem kurzen aber knackigen Drill landete die 45er Bachforellen im Kescher. Danach folgten wir der Strecke abwärts auf der Suche nach den Schönheiten, die Bachforellen attackierten  immer wieder unsere Spinner  aber entweder blieben sie nicht hängen oder es waren kleine Bachforellen. Zwischendurch probierte ich es mit andere Ködern wie kleinen Shads und Wobbler, aber diese Köder waren nicht wirklich effektiv. Nach dem ich wieder auf den Mepps umgestellt hatte bekam ich einen Biss an einer stark strömenden Stelle und nach einem schönen Drill landete meine erste Äsche im Kescher. Eine Premiere für mich da ich noch nie das Glück hatte eine Äsche zu landen, dieser Fisch ist hier ganzjährig geschützt darum wurde er nach einem Foto wieder schonend zurückgesetzt. Danach entschieden wir uns für den Tag das Angeln zu beenden da es zu regnen anfing und der Regen immer schlimmer wurde bis es wie aus Eimern goss. 

 

 

Am Abend hieß es andere Annehmlichkeiten als das Angeln mit Freunden zu genießen, es wurde gegrillt, manches Bier getrunken und natürlich auch über das Angeln fachsimpelt, so das der Schlaf etwas kürzer kam, am nächsten Morgen ging es an unser 2tes Gewässer, nämlich an die Ferndorf.Dieses Gewässer hat in dem Abschnitt den wir beangeln durften strukturreiche Läufe von Flachwasser Bereichen über tiefere Gumpen  die immer wieder in verschieden Abschnitten von kleinen Wehren unterbrochen werden. Also ein sehr abwechslungsreiches Gewässer das nur mit der Fliegenrute beangelt werden darf. Ich entschied mich für einen Streamer in braun und Manu verwendete einen Streamer in schwarz mit leichtem Glitter.Nach wenigen Minuten hatte Manu dann auch schon eine schöne Bachforelle im Drill die er gekonnt landete, indes versuchte ich auch meine erste Bachforelle an den Streamer zu bekommen aber irgendwie wollte es nicht klappen. Wenige Minuten danach war Manu wieder am Drillen und  lies kurz danach eine 40er Bachforelle in die Maschen seines Keschers gleiten. Manu legte nach seiner 40er mit einigen kleineren Forellen vor und ich versuchte eine Zeitlang mich zu entschneidern was mit dem braunen Streamer nicht so recht klappen wollte. Irgendwann entschied  ich mich auch auf einen schwarzen Streamer umzusteigen, der mir zwar nur eine kleine Bachforelle brachte aber zumindest war ich nicht mehr Schneider. Wir folgten dem Verlauf der Ferndorf abwärts dabei gab es noch zwischendurch einen richtigen Schauer der uns aber nicht vom Angeln abhielt. Durch den starken Regen wurde das Wasser leicht trüb und genau das brachte die Fische in fresslaune. Manu bekam an einem kleinen Wehr einen guten Biss und nach einem heißen Drill in der stärkeren Strömung konnte er eine schöne 47er Bachforelle landen. Bei mir stieg einige Meter abwärts vor einem Gumpen eine tolle Bachforelle ein und nach einem  guten Drill an der Fliegenrute und dem Keschern der Bachforelle ergab das messen  48cm und dazu noch eine echte Schönheit. 

 

 

Keine 20 Meter unterhalb des vorher genannten Gumpen schnappte sich wieder ein Fisch Manus Streamer diesmal hatte er aber eine schöne Fahnenträgerin dran die nach dem obligatorischen Foto wieder in ihr Element verschwand. Wir liefen werfend die weitere Strecke ab bis bei mir wieder eine tolle Bachforelle einstieg die einen heißen Drill abgab, den ich für mich entscheiden konnte, das messen ergab auch bei dieser Schönheit genau 47cm. Die erlaubte Strecke endete irgendwann an einem tiefen Gumpen in dem immer wieder tolle Bachforellen stehen aber außer einer Attacke auf Manus Streamer ging an dieser Stelle nichts mehr. Danach machten wir uns nach einigen Stunden angeln wieder auf den Weg zu der Anfangsstelle wo unser Auto stand. Dort angekommen entschieden wir uns noch einige Würfe in den Stromschnellen zu machen. Dort verlor Manu noch eine gute Bachforelle und ich hatte gleich danach das Vergnügen einen Döbel an meiner Fliegenrute zu drillen. Als ich danach Manu fragte wie er den Tag und die Fänge einschätzen würde bekam ich eine sehr positive Aussage von ihm, ein erfolgreicher Tag an der Ferndorf lag hinter uns.

 

Veröffentlicht April 2015

Siegerländer Räuber

 

Bachforellen sind nicht mein Hauptfisch, da ich sie aber doch ab und an beangel, wollte ich eine kleine Kategorie auch für den Zielfisch Bachforellen eröffnen. Diesmal hat mich der Weg wieder ins Siegerland an die Sieg geführt, ein Top Gewässer in NRW. Begleitet mich mit ans Wasser uns seht wie der erste Besuch 2014 an der Sieg verlaufen ist.

 

1. Die Sieg, hier wird heute geangelt!

 

 

2. Manu mein Gastgeber der sich hier an der Sieg super auskennt, wirft schon fleissig mit Spinner an der Spinnrute

 

 

 

 

 

3. Ködertypen die an der Sieg Verwendung fanden, Spinner in Größen von 2 und 3 sind und bleiben trotzdem die Top Köder an der Sieg. Nicht vergessen Widerhacken andrücken oder entfernen!

 

 

 

4. Endlich Fisch!

Unglaublich aber wahr erst nach drei Stunden angeln gab es für uns den ersten Fisch. In der vorherigen Nacht hatte es geregnet die Sieg war gestiegen und trüb geworden. Erst nach Stunden des angeln fing das Wasser an langsam zu sinken und klarte währenddessen etwas auf, das ließ die Räuber endlich in beisslaune kommen.

5. An manchen Stellen geht es nicht ohne anpirschen um die begehrten Forellen zu erwischen. Den Köder immer etwas den Bach aufwärts werfen und gekonnt wieder zu sich führen.

 

 

6. Schon hing eine der Schönheiten an leichtem Gerät.

 

 

7. Der Drill ging gut über die Bühne und liegt nun sicher im Kescher.

 

 

8. Eine Schönheit die sich von mir ablichten lässt.

 

 

 

 

 

 

 

 

9. So sieht der glückliche Fänger nach dem Drill mit der tollen Schönheit im ganzen aus.

 

 

 

 

 

 

 

10. Zwischendurch durfte ich auch mal mit einer schön gezeichneten Bachforelle vor die Kamera, gefangen auf einen goldenen Mepps 3.

11. Zwischendurch gab es auch mal den einen oder anderen Hänger, aber mit Watstiefeln war der Hänger ohne Köderverlust zu verschmerzen.

 

 

12. Um gleich danach die nächste Schönheit im Drill zu haben.

 

 

 

 

 

 

13. Wieder eine der Schönheiten der Sieg die kurz davor von Manu gelandet werden konnte, die Farbenpracht der einheimischen Bachforellen waren eine Augenweide.

Gefangen auf einen Mepps Größe 2 in Silber.

14. Manu beim Verstecken spielen mit den Siegräubern.

Klappt anscheinend!

Er verliert einen sehr guten Räuber noch im Drill, geschätzt eine 55er und bekommt noch einen Räuber zu sehen der geschätzt die 60er Marke bricht, beide noch am Rätseln ob es ein Lachs gewesen sein könnte.

15. Kurz danach zum Ende der Tour landen wir noch diese Schönheit, danach machten wir uns auf den Heimweg. Eine gute Abschluss Bilanz mit schönen Bachforellen, die Beissfrequenz stimmte auch und wir hatten kaum Bisse von kleineren Bachforellen zu verzeichnen.

 

 

 

 

16. Das Ende einer erfolgreichen Tour im Siegerland. Verwendete Ruten Greys Prowla Specialist und Savage Gear Bushwhacker bis 40 bzw. 30g Wg., Rollen Daiwa Caldia 2500 bzw. Mitchell Mag Pro Extreme 1000er, bespult mit 0,12 bzw. 0,10 Daiwa Tournament 8 Braid.

 

Ich freu mich schon auf den nächsten Besuch im Siegerland.

Veröffentlicht Juni 2014