Willkommen im Siegerland

Erneut steht der Herbst vor der Türe und endlich habe ich es mal wieder geschafft ein Wochenende in Siegen zu verbringen. Beabsichtigt hatte ich dieses Jahr mehr als nur einmal den schönen Forellen in der Sieg und Ferndorf nachzustellen, aber leider kam immer wieder etwas dazwischen. 
Kurz gesagt im Nachhinein lief es einfach bestens, aber erstmal von vorne. Dass es im Nachhinein so gut laufen würde sah am Freitagabend bei meiner Ankunft im ersten Moment nicht so aus. Kaum war ich aus dem Auto ausgestiegen gab es auch schon den ersten Regenschauer, das drückte bei mir etwas die Stimmung. Auch am nächsten Morgen stand es um das Wetter nicht besser, es sollte noch schlimmer kommen, eine Schlechtwetterfront sollte im Laufe des Tages über uns hinweg rollen. Wir entschieden uns trotz der schlechten Wettervorhersage ans Wasser zu gehen, unser Tagesziel die Ferndorf. Dort angekommen erwartete uns ein schönes klares Gewässer und obwohl es immer wieder Regenschauer gab hinderten uns diese nicht daran das Gewässer zu beangeln. Wofür trägt man Wasserdichte Kleidung und Wathosen? Schon die ersten Würfe mit der Fliegenrute ließ erahnen das die Fische in Beisslaune waren. In wenigen Minuten hatten wir mehrere Attacken nur blieben diese selten hängen. Nach einer gefühlten Ewigkeit zog der Regen weiter, es klarte etwas auf und das beste war wir fingen auch einige schöne Bachforellen. Währenddessen mache es sich bemerkbar das der Regen weiter nach oben entlang der Ferndorf gezogen war, den in kurzer Zeit wurde das Wasser trüber und stieg an. Dies sollte eigentlich kein Problem sein, nur führte nun die Ferndorf so viel Laub und Dreck mit sich das innerhalb einer Stunde und einem Pegelanstieg von 20-30 cm nicht mehr ans angeln zu denken war und es auch keinen Sinn mehr machte den auch die Forellen stellten das Beißen ein. Somit entschieden wir uns irgendwann das angeln für den heutigen Tag einzustellen.

 

Am zweiten Tag sollte es wieder zurück nach Mannheim gehen, geschuldet dem guten Wetter entschieden wir uns spontan doch noch der Sieg einen Besuch abzustatten um die restlichen 2 bis 3 Stunden die Fliegenrute zu schwingen. 
An der Sieg angekommen empfing uns diese mit einem an getrübten und leicht gestiegenen Pegel, bei Sonnenschein die perfekten Bedingungen.  Unsere Vermutung bestätigte sich in den kommenden Stunden, den die ersten Minuten fingen schon sehr vielversprechend an. Die Forellen waren in bester Beisslaune, die stürzten sich in regelmäßigen Abständen auf unsere Köder.  Auch bei der Köderwahl machten sie keinen großen Unterschied. Ob es nun Spinner waren wie der Christian sie angelte oder verschiedene Streamer an der Fliegenrute, die Manuel und ich warfen, das war den Forellen egal den diese stiegen nach unseren Ködern wie im Rausch. So beschwerlich der Weg entlang der dichten Ufervegetation der Sieg war so erfolgreich waren wir an fast jeder Stelle an der wir angelten. An manchen Stellen stiegen bei jeder Drift meines Streamers je eine Forelle ein. Am Ende hatten wir unzählige Kontakte und eine gute Anzahl an Fischen auf unserem Konto.
Wir haben diesmal keine Riesen fangen können aber die ganz kleinen ließen sich, zum Glück, auch nicht blicken. Trotzdem war es an diesem Tag auch wenn es nur wenige Stunden waren ein angeln mit Suchtpotenzial. Daher gilt es für mich diese Angeltage wenn es mir möglich ist zu wiederholen und jedes Mal das beisammen sein mit meinen Freunden und das werfen mit der Fliegenrute in vollen Zügen zu genießen.

Veröffentlicht Oktober 2017