Herbstanfang ist Barschzeit

Eigentlich sollte es eine Fotostory über das Barschangeln werden, aber es gab Räuber die uns einen Strich durch die Rechnung machten.

Aber wer will sich da schon beschweren.

Herbstanfang und Anfang Oktober somit ein verlängertes Wochenende, was gibt’s da besseres als mal wieder mit den Kumpels angeln zu gehen.

 

 

 

 

Mit dem Fahrrad ging es früh morgens ans Wasser.

 

 

 

Definitiv noch ausbaufähig die Größe.

 

Das Wetter der letzten Wochen war passe dafür gab es abwechselnd Sonne, Wind und Wolken. Zum Glück blieb der Regen noch aus.

 

 

Solche Kirschen hatten wir gesucht! Manu konnte mit einem dicken Barsch beweisen das die Barschzeit am Rhein begonnen hatte.

 

 

Dankbar drillen wir auch die Zander die sich an den gleichen Stellen wie die Barsche einfinden.

 

 

 

Noch ein Zander der schneller am Köder war als die Barsche.

 

 

Kurz vor Schluß setzte der Regen doch noch ein.

 

 

Bis wir an unseren Autos ankamen waren wir trotz Regenkleidung durchnässt. 

 

 

 

 

Morgens am Rhein, nachmittags auf der Angel Expo 2016 in Mannheim. Ich muss gestehen ich hatte mich im Vorfeld schon sehr auf die Messe gefreut.

 

 

 

Im Nachhinein fanden wir die Messe etwas klein und übersichtlich, ich war wirklich überrascht das die Messe hier in Mannheim so wenig Anklang fand.

 

 

 

Viele Aussteller gab’s leider auch nicht aber das eine oder andere fanden wir.

So war ich doch positiv überrascht das MB Fishing da war und ich mich unter anderem bei Ihnen mit Angelzubehör eindecken konnte.

 

 

Es ist Samstag und der zweite Angeltag beginnt am Rhein mit Sonne pur.

 

 

 

Es dauert nicht lange bis einer der angeboteten Köder einen Abnehmer findet und dieser im Kescher landet.

 

 

 

Es läuft munter weiter von Buhne zu Buhne angeln wir bei traumhaften Wetter was das Zeug hält.

 

 

 

Ich darf auch mal, mein erster Fisch ist auch ein Barsch der in der gleichen Buhne wie Manus Moppel gebissen hatte.

 

 

 

Ein Exot an der 40g Rute, diesmal knallte ein Wels auf den Köder den Manu gekonnt zum Landgang überreden konnte.

 

 

 

Nach einer kurzen Durststrecke knallte wieder bei mir und nach einem guten Drill konnte ich diesen schönen Zander fangen.

 

 

Tibi legte einige Minuten später nach und versuchte mit diesem Barsch die Kirsche von Manu zu übertreffen.

 

 

 

Ein erfolgreicher Angel Tag geht zu Ende und diesmal gibt es kein Fisch auf dem letzten Bild meiner Fotostory, sondern einfach ein Blick ins Grüne und Blaue an diesem schönen Oktober Tag.

 

Back to the roots

 

Das angeln mit Kunstköder brachte in den letzten Wochen nicht den ersehnten Erfolg somit entschied ich mich nach langer Zeit wieder mit totem Köderfisch auf die Räuber Jagd zu machen.

Die Köderfische sind zu dieser Zeit sehr einfach zu finden und mit einigen Maden und einer einfachen Stipprute fängt man diese auch schnell. Das Gerät zum Posen fischen ist ziemlich simpel und schnell zusammengebaut. Angefangen bei einer Rute um die 4m mit bis zu 50g Wg. bis zu einer 7m langen Stellfischrute mit einem Wg. von 150g kann alles verwendet werden, je nachdem ob man Strecke machen oder den Köderfisch stationär anbieten will, ist hier alles möglich, auch eine normale Spinnrute kann hier zweckentfremdet werden. Die Rolle muss nichts Teures sein, sie muss nur eine gut einstellbare Bremse haben von der eine ca. 030er Monofile Schnur ablaufen kann, an der Stellfischrute hat sich eine Freilaufrolle besonders gut bewährt. Die Montage hält sich im Rahmen, angefangen wird mit einem Schwimmer mit einer Tragkraft von 15 bis 25g dazu eine Bleiolive die den Schwimmer austariert, darunter eine Gummiperle um den darunter befindlichen Knoten mit dem ein Snap festgebunden wird zu schützen. In den Snap wird das Vorfach eingehängt, je nach Köderfischgröße kommen Vorfächer mit einer Hakengröße von 2 bis 4 zum Einsatz. Hier bevorzuge ich schon seit Jahren das Modell Gamakatsu Hook BKS. Hat man die Montage fertig kann man auch schon den Köderfisch im Kopf einstechen und auswerfen. 

 

Je nach Zielfisch verwende ich verschiedene Köderfischgrößen, auf Barsch haben sich kleine Köderfische bis ca. 8cm bewährt, besonders Lauben sind da eine Bank. Geht es auf Zander verwende ich Rotaugen oder Lauben aber die Größe der Köderfische geht bis auf 16 cm hoch, also ein ganz ordentlicher Happen, mit dem aber auch die kleineren Zander kein Problem haben. Taucht dann der Schwimmer irgendwann ab, öffne ich den Bügel der Rolle und lasse den Fisch abziehen, meistens warte ich ab je nach Situation und zähle in Gedanken bis 10, schließe den Bügel und nehme durch langsames Kurbeln die Fühlung auf zu meinem Gegner, in dem Moment wo ich meinen Gegner an der anderen Seite zu spüren bekomme setze ich einen festen Anhieb und schon hat man wen alles gut geht einen Raubfisch im Kescher liegen. Mit dieser Methode konnte ich in letzter Zeit einige Fische landen, vereinzelt Zander und besonders Barsche fanden meinen Köderfisch zum fressen gern, dazu kam noch an einem Abend eine Überraschung aus dem Rhein, ein Aal hatte sich meinen Köderfisch genommen und gab an der Posen Rute einen guten Drill ab, dieser wurde nach einem Bild schonend released. Manchmal bringt es etwas die Spinnrute daheim zu lassen einfach mal wieder mit der Pose zu angeln, also wieder "Back tot he roots" zu gehen, was auch heute noch sehr viel Spaß macht und mich wieder sehr an meine Anfangszeiten erinnert, und oft den erwünschten Erfolg bringt wen nichts mehr auf Kunstköder geht. Jetzt werden auch die Tage kürzer und die Temperaturen wieder erträglicher, die Monate kommen in denen die Raubfische wieder ihr Fettpolster für den Winter anfressen und da freue ich mich schon richtig drauf, hoffentlich wieder erfolgreich, mit der Spinnrute den Zandern nachzustellen. 

 

Mit Wurm auf Barsch

 

Wir haben Schonzeit und bis zum 16 Mai müssen wir uns noch mit dem Spinnfischen auf Hecht und Zander gedulden.

Dafür ist der Barsch ohne Schonzeit und ihn zu beangeln macht auch Spaß. Bei uns ist kein wirkliches Kunstköderverbot in der Schonzeit, trotzdem möchte ich den Räubern nicht zu dicht auf die Pelle rücken mit meinen Kunstködern, deshalb weiche ich aus auf andere Räuber wie Wels oder Barsch, die man mit einem der besten Köder beangeln kann, nämlich mit dem bewährten Wurm.

 

Da ich das Spinnfischen nicht lassen kann bieten sich da einige Techniken die beim Barsch mit Wurm sehr gut funktionieren. In dieser Zeit hat es mir besonders das Texas oder das Carolina-Rig angetan. Besonders mit einem echten Wurm sind beide Techniken zuverlässig um auf Barsch zu angeln. Dafür benötige ich nur eine feine Spinnrute, ein Bullet Blei, eine Glasperle und einen Hacken und fertig ist die Montage. Einen Wurm mittig auf den Hacken und auswerfen, entweder man führt das ganze etwas zackig mit Sprüngen über den Grund oder man schleift die Montage ganz langsam am Grund entlang immer wieder mit Pausen von mehreren Sekunden oder auch mal bis zu einer Minute, wobei mir das letztere immer wieder Barsche gebracht hat. Hat man die passende Stelle gefunden stimmt auch die Beissfrequenz, nur muss man hier am Rhein und Neckar zwischendurch mit nicht eingeladenen Gästen wie den Grundeln vorliebnehmen. Besonders Stellen wo die Strömung ruhiger ist wie in Häfen, Hafeneinfahrten oder Alarmen haben sich diese Techniken bewährt. Also viel Spaß beim Barschangeln und genießt die Zeit bis zur neuen Raubfischsaison auch nicht mehr so weit ist.

 

Veröffentlicht April 2014