Zander

Köderführung in der Dämmerung

 

Die Abenddämmerung ist nicht nur aufregend, sondern auch erfolgsversprechend.

Das Problem ist das man nie weiß welche Jagdstrategie die Zander an dem jeweiligen Abend verfolgen. Unbekannt ist es ja nicht das die Zander in der Dämmerung gerne die Ufer aufsuchen. Je nach Wassertrübung, Wasserstand und Jahreszeit können die Attacken auf einen Wobbler direkt an der Oberfläche kommen, wiederum gibt es Abende da kommen die Bisse auf einen Gummiköder knapp am Grund vor der Steinpackung. Der Geschwindigkeit des Köders, egal ob am Grund oder an der Oberfläche, sollte besondere Beachtung geschenkt werden. Da gilt es als Angler sich auf die richtige Jagdstrategie der Zander einzustellen.

An so einem Abend im Oktober war das Oberflächenangeln die falsche Taktik, erst als ich die Köderführung änderte und einige Etagen tiefer mit einem Gummiköder den Boden langsam abtastete, kamen auch endlich die Bisse. Die Führung war simpel, die Faulenzermethode brachte mich an diesem Abend zum Ziel. Der erste Drill endete mit einem etwa 45er Zander der mir am Ufer ausstieg. Jetzt wo die Strategie gefunden war kamen auch die Bisse in regelmäßigen Abständen. Wiederum gab es dann wieder einige Abende später nur auf flach laufende Wobbler vor der Steinpackung Bisse. Die Bilder zeigen Zanderfänge an verschiedenen Abenden die mit verschiedenen Strategien gefangen wurden. Das zeigt Taktikwechsel sind ausschlaggebend, den fängt man mit einer einzigen Köderführung nicht angelt man wahrscheinlich einfach an den Zandern vorbei.

 

veröffentlicht Dezember 2011

Fotoshooting gefällig

 

Es gibt diese Tage an denen man schneidert und dann die Tage an denen alles fast wie von selbst läuft.

Ein selbst Läufer war dieser eine Tag im Oktober. Ich entschied mich gleich nach der Arbeit dem Rhein einen Besuch abzustatten, zum Glück verging der Arbeitstag schnell.

Am Wasser angekommen freute ich mich schon, während ich meine Rute vorbereitete, auf die ersten Würfe. Tatsächlich hatte ich auch schon nach den ersten Würfen den ersten Zander im Drill. Der Zander bekam ein kurzes Fotoshooting, danach ging es weiter. Einige Würfe später war auch schon wieder meine Rute krumm. Aber dieser vermeintliche Zander benahm sich etwas anders im Drill, ein stattlicher Barsch durchbrach die Wasseroberfläche mit dem inhalierten Gummiköder. Nach einem Bild mit dem Barsch und einigen Würfen später gab es wieder einen guten Biss auf meinen Keitech, leider stieg mir dieser Gegner im Drill aus. Die Devise, nicht ärgern, sondern weiter angeln. Schon beim nächsten Einholen kam wieder ein Biss, aber diesmal mit Augenkontakt. Ich hatte meinen Gummiköder ans Ufer herangeführt und wollte ihn noch schnell über die Steinpackung kurbeln, da griff ein guter Hecht an. Ich hatte in diesem Moment einen Adrenalinschub wie brachial und nahe vor meinen Füßen dieser Hecht angegriffen hatte. Der Drill ging zum Glück auch auf diese kurze Distanz, dank einer gut eingestellten Bremse, gut aus und endete mit einer gelungenen Landung. Das Zander und Barsch oft an gleichen Stellen zu finden sind ist nicht ungewöhnlich, etwas überraschend war es trotzdem auf so einer kleinen Wasserfläche auch noch einen Hecht landen zu können.

 

veröffentlicht November 2011

Regen und Zander?

 

Meine Erfahrungen zeigen das besonders das Ende eines Regenschauers den Appetit der Zander anregt.

Daher gehe ich nach dem Regen mit höheren Erwartungen als sonst ans Wasser. Ich versuche die verheißungsvollen Stellen mit schneller Köderführung fächerförmig abzusuchen. Bekomme ich einen Biss, wird der Zander von der Stelle gedrillt und schnell möglichst gelandet. Besonders das merken der Stelle wo der Zanderbiss erfolgte ist wichtig. Nach dem versorgen des ersten Fisches sollte der erste Wurf wieder genau an dieser Stelle erfolgen. Zander sind oft in Gruppen unterwegs, und der nächste Fisch lässt nicht lange auf sich warten. Oft kann man so 3 bis 4 Zander aus so einem Trupp lösen bis die Zander weiterziehen oder den Braten gerochen haben und nicht mehr auf den Köder reagieren. Mit welcher Köderfarbe ich anfange ist meistens vom Wetter und der Trübung des Gewässers abhängig. Habe ich den passenden Köder gefunden bleibe ich auch bei diesem, den meistens bringt weiteres experimentieren keinen größeren Erfolg. Die Größe der Köder kann auch variiert werden, aber Ködergrößen von 10 bis 14 cm erfüllen meistens das Beuteschema der Zander. Also es lohnt sich auch mal direkt nach einem Regenschauer einen Köder den Zander anzubieten.

 

Ein Versuch wert

 

Manchmal sieht man durch Zufall oder beim Spazieren gehen am Wasser Stellen die erkundet werden wollen.

So eine Stelle lies mich Anfang November nicht mehr los und ich wollte sie endlich mal auskundschaften. Um neue Stellen vor dem angeln besser zu erkunden helfen uns unsere heutigen Technischen Möglichkeiten auch von Zuhause aus uns recht genau zu informieren. Man konnte anhand der Satellitenbilder von Google Maps sehen wo die Buhnen und ein Einlauf eines Altarms sein würden und wie man die Stelle am besten erreichen könnte. Die online Abfrage des Pegelstandes des Rheins ergab einen höheren Pegelstand, daher entschied ich mich eine Wathose zu Hilfe zu nehmen um diese Stelle befischen zu können.

Am Wasser angekommen lief ich die einzelnen Buhnen werfend ab. Während ich die Buhnen nach Zander absuchte konnte ich einige raubende Rapfen ausmachen, leider waren sie zum Teil weit draußen in der Strömung, und die Bäume hinter mir ließen kein weites Ausholen der Rute zu. Eine halbe Stunde später hatte ich meinen ersten Biss auf meinen Shad, leider blieb der Fisch nicht hängen. Als ich mir sicher war das diese Buhne keinen Sinn mehr macht wechselte ich zur nächsten Buhne die von mir fächerförmig ausgefischt wurde. Hier fand ich in der Mitte der Buhne einen dankbaren Abnehmer für meinen Köder, nach dem ausdrillen und landen des Zander gab es ein schnelles Erinnerungsbild. Ich angelte weiter während es um mich herum immer mehr dämmerte, leider fand ich auch keinen Interessenten mehr für meinen Köder.

Als es ganz Dunkel war entschied ich mich noch die letzten Würfe zu machen und auf einen dieser bekannten „letzten Würfe“ kam eine gute Attacke kurz vor dem Ufer. Der Anhieb fiel leider nicht so hart aus wie er sein sollte und ich verlor den Fisch nach einem kurzen aber knackigen Drill. Der Gegner entkam und ich blieb mit der Neugierde zurück was wohl für ein Fisch eben verloren gegangen war. Mit diesem letzten Fisch wurde es auch Zeit den Heimweg, eigentlich ganz zufrieden, anzutreten.

Nicht jede Stelle die man ausmacht bringt zwangsläufig Fisch, aber wenn einem eine Stelle keine Ruhe mehr lässt dann sollte man seiner Neugierde folgen, den man weiß ja nie was kommt.

 

veröffentlicht Dezember 2011