Auf Zander & Co

Einige Stunden am Wasser etwas genauer ins Visier genommen.

Eine kleine Fotostrecke auf Zander und Co.

 

1. Endlich Feierabend, Angelzeug und Fahrrad ins Auto. Die Köder sollten ausreichen.

2. Heute im Visier ein Altarm des Rheins, die Suche nach Zander & Co kann beginnen.

3. Angelzeug gepackt und auf dem Weg ans Wasser.

Hoffe heute auch insgeheim auf einen Barsch, ein Hecht würde mich auch nicht stören.

4. Auf der Suche nach den Räuber werden die ersten Stellen abgesucht.

5. Einer dabei der es vielleicht richtet? Leider ging einer meiner Favoriten beim Suchen für immer verloren. 

Lucky Craft R.I.P.

6. Etwas später der erste Biss, wollte anscheinend nur ein Souvenir vom heutigen Tag haben.

7. Köderwechsel und schon der erste Räuber des Tages, der erhoffte Barsch wars nicht. Ein kurzes Fotoshooting und gleich wieder in sein Element.

8. Weiter geht es Stelle um Stelle absuchen.

9. Wieder ein Zander, der schaut so böse drein, wahrscheinlich wegen dem Haken am Köder.

10. Viel geschah den restlichen Tag auch nicht mehr.

Mal sehen was die nächsten Tage bringen.

veröffentlicht Juni 2013

37 Grad

Von den zurückliegenden Wochen mit Regen und Kaltfronten sind bei den vorherrschenden 37 Grad nur noch wage Erinnerungen übrig geblieben. 
Wie aufs Stichwort sind, gleichzeitig mit dem steigen der Temperaturen, die Pegel der Flüsse rapide gefallen und das Leben über und unter Wasser ist endgültig erwacht.
Das gute Wetter bringt die Fische wieder in beiß Laune was sich gleich bei den ersten Versuchen auf Hecht bestätigte. Einen der besseren Tage hatten wir in einem Altarm des Rheins, wo wir mehrere Attacken hatten. Besonders Tibis zwei tolle Drills zeigten wie aggressiv die Hechte die Köder anfielen.

Das die Zander auch wieder besser Beißen würden war abzusehen. Besonders oft konnte man sie früh Morgens und in der Dämmerung beim Jagen ausmachen. Der fast schon obligatorische Führungsstil mit flachlaufendem Wobbler an der Oberfläche brachte trotzdem nicht den gewünschten Erfolg. Erst das umstellen auf überbleite Shads gepaart mit einem aggressiven Führungsstil brachte mir die ersehnten Bisse. Exemplarisch dafür war ein Abend an dem um 22 Uhr noch immer über 31 Grad Außentemperatur herrschten. Der erste Biss war wie ein Hammerschlag, der Anschlag saß sauber, dennoch konnte sich der Zander im Drill wieder befreien. Einige Minuten später passte das gesamt Paket und ein 65er glitt über den Kescherrand. Mein Erfolgsköder, ein Cane Thumber in Weiß, verabschiedete sich  danach in der Steinpackung, darum kam als alternative ein Dapper von Bass Assassin in Salt and Pepper ans Band. Dieser Köder brachte nochmal zwei Bisse die mich das Heer an Stechmücken um mich herum vergessen ließen.

Der Höhepunkt des Abends sollte aber noch folgen, den mit einem knallharten Biss auf den Dapper hing nach einem harten Anschlag der beste Gegner seit längerem am Band, mit harten Kopfschlägen und schnellen Fluchten währte sich dieser sehr entschieden gegen eine Landung meinerseits. Am Ende verlor der kampfstarke 75er Zander aber den Kampf und einer Landung stand nichts mehr im Wege, und bevor dieser wieder seiner Wege ziehen durfte wurde er auf einem Bild verewigt.

Einer der Abende die Lust auf mehr machen trotz der Stechmücken die einen, dort wo man sich konzentrieren muss um keinen der Bisse zu verpassen, einen wahrlich in den Wahnsinn treiben können.

 

veröffentlicht Juli 2013

Spinn- vs Stellfischrute

Part 1

Bei Tibi und mir scheiden sich etwas die Geister bei der Meinung ob das passive oder aktive Raubfischangeln erfolgreicher ist.

Da ich bevorzugt mit der Spinnrute und Tibi gerne mit der Stellfischrute mit Köderfisch angelt, wollten wir anhand eines ernsten Versuches herausfinden was wirklich effektiver ist. Da die Raubfische in den vorherigen Tagen in bester Beisslaune waren entschieden wir uns beim nächsten gemeinsamen Angeln den Versuch anzugehen. Nachdem Tibi sich am Nachmittag einige Köderfische gestippt hatte, trafen wir uns gegen Abend an einem Uferabschnitt des Rheins. Der Zielfisch heute war Zander, dementsprechend kamen bei mir Shads um die 10 bis 13 cm und bei Tibi Rotaugen und Lauben um die 10 bis 12 cm zum Einsatz. Die ersten Versuche blieben bei uns beiden ohne Erfolg, erst als es dämmerte lief erst mal die Pose der Stellfischrute ab, aber anscheinend hatte der Fisch den Braten gerochen und ließ nach kurzem abziehen wieder los. Einige Minuten später gab es erneut einen Biss und wieder war es die Pose die unter der Wasseroberfläche verschwand und damit signalisierte das da jemand Interesse an dem Köderfisch hatte. Tibi ließ den Fisch an freier Schnur laufen und als er sich sicher war das dieser endgültig den Köder genommen hatte, setzte er den Anhieb der ihm nach einem kurzen Drill folglich den ersten Zander des Abends bescherte.

In dem Zeitraum als Tibi seinen Zander versorgte und die Stellfischrute für den erneuten Einsatz vorbereitete hatte ich auch endlich den ersten Biss, leider blieb trotz der schnellen Reaktion meinerseits der Zander nicht hängen. Aber gleich der nächste Wurf brachte wieder einen Biss und diesmal saß der Haken, und ich konnte diesen Zander nach einem kurzen knackigen Drill ohne Probleme landen. Währenddessen lief Tibi mit seiner Flussab treibenden Pose ein Stück mit um das Ufer abzusuchen während ich wieder am werfen war und mich Meter um Meter flussauf arbeitete, als es diesmal bei mir einen Biss gab und nach dem Anschlag wieder einen Zander im Drill hatte. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich das es auch an Tibis Stellfischrute gebissen hatte, ein Doppel Drill. Wir führten die Zander ans Ufer und wie aufs Kommando schafften es beide Zander fast gleichzeitig sich von den Haken zu befreien und in die dunkle Flut zu verschwinden. Des Fisches Glück des Anglers Pech sagt man da wohl. Die anschließende halbe Stunde brachte uns keine Bisse mehr und daher entscheiden wir uns, in völliger Dunkelheit, mit einem 1 zu 1 den Abend für beendet zu erklären

 

Part 2

Wir wollten noch einen zweiten Versuch starten aber der Rhein machte uns vor einigen Tagen einen Strich durch die Rechnung, den mit Hochwasser und dem damit verbundenen Treibholz war ans Angeln nicht zu denken.

Tage später standen wir wieder am Wasser und dem zweiten Versuch stand diesmal nichts mehr im Wege, Spinnrute vs Stellfischrute war angesagt. Ich war etwas unfair da ich schon eine Minute früher anfing zu angeln, da Tibi sich verspätet hatte. So kam es das genau in dem Moment als er mir die Hand zum Gruße reichte, ich mit der Rute in der anderen Hand einen Biss parierte und als erster einen Zander im Drill hatte. Während ich mich um den Zander kümmerte bereitete sich Tibi vor um zur ersten Drift mit der Stellfischrute anzusetzen. Es dauerte auch nicht so lange und bei einer seiner Driften lief die Pose ganz unauffällig ab, nach dem obligatorischen laufen lassen der Schnur an offenem Rollenbügel setzte er einen festen Anschlag der ihm einen 66er Zander bescherte. Meine Antwort folgte gleich danach mit einem Zander, der aber wieder etwas zu klein war um mit seinem mitzuhalten. Eine Zeitlang ging bei beiden nichts und als es anfing zu dämmern wechselte Tibi an die Strömungskante, wo einige Minuten später ein Zander von seinem Köderfisch angelockt wurde. Das typische abziehen der Pose machte das bemerkbar und Tibi ließ ihn wieder an freier Schnur ablaufen, trotzdem gefiel dem Fisch etwas nicht und ließ den Köderfisch wieder los.

Tibi entschied sich für eine erneute Drift entlang des Ufers und ich übernahm an seiner Stelle die Aufgabe die Strömungskante abzuangeln. Da ich die Hoffnung hatte einen größeren Zander zu fangen kam bei mir ein 6 Inch Köder zum Einsatz. Dieser brachte mir nach einigen Würfen auch tatsächlich einen Biss, aber es war nicht der erhoffte große Zander aber dafür ein schöner Zander der den Abstand zu Tibi weiter vergrößerte. Danach tat sich auch nicht mehr viel und wir entschieden uns den Abend zu beenden, mit der einstimmigen Entscheidung das mein erster Zander auch in die Wertung eingehen würde.

Somit endete der Abend mit einem 3:1 zu meinen Gunsten, obwohl Tibis Zander der größte des Abends war. Wir werden irgendwann wieder die Zeit finden um einen dritten Versuch zu starten, da die beiden Versuche mit einem 4:2 für die Kunstköder nicht endgültig aussagekräftig sind. 

 

Steigendes Wasser

Als Flussangler halte ich nicht viel von Einflüssen wie Druckschwankungen oder Windrichtungen, da ich an Tagen mit Wetterumschwüngen zu oft gut gefangen habe.

So wieder vor einigen Tagen geschehen. Während ich auf Zander angelte, zog vor meinen Augen eine Unwetterfront mit dunklen Wolken und hellen Blitzen vorbei. Die Luft wurde währenddessen spürbar kalt, das Tageslicht änderte immer wieder die Intensität  und es gab trotzdem Bisse. Ein Indiz für mich das sich Zander, zumindest bei kurzeitigen Wetterumschwüngen, nicht vom jagen abhalten lassen. Ich denke das andere Einflüsse wie der Schiffsverkehr oder der Pegel eine dominierende Rolle spielen. Besonders die Zeit bei steigendem und sinkenden Wasserständen sind aus meiner Sicht besonders erfolgsversprechend. Exemplarisch dafür war der erwähnte Tag, den ein Tag früher begann das Wasser zu steigen und bis zu dem Zeitpunkt, als ich an einer recht beruhigten Stelle des Rheins stand, machte der Anstieg schon über einen Meter aus. Während dieses Unwetter vor mir vorbeizog gab es bei mir Bisse. Es waren nicht die größten Zander aber mit mehreren Fehlbissen und am Ende drei gelandeten Zandern, auf einen Shad in limetreuse, (die Größe der Fische lag um die 55 cm) konnte ich doch recht zufrieden sein. Und so ging es in den nächsten Tagen weiter, das während der Rhein stieg und wieder abfiel ich noch einige Zander fangen konnte.

 

veröffentlicht Oktober 2013

Zähe Zeit

Mitte September und nicht nur aus anglerischen Hinsicht waren die letzten zwei Wochen anstregend.
Die Versuche die ich auf Barsch und Zander startete waren leider zu oft erfolglos. Bei anderen Angler klappte es anscheinend etwas besser doch bei mir ließen sich die Räuber mehr Zeit, ich habs mal aufs Wetter und die Hitze geschoben. Meine Hoffnung stieg dan doch den in den nächsten zwei Tagen sollte ein Wetterumschwung erfolgen. Das merkten auch die Fische den plötzlich tat sich wieder etwas, wenn es auch nicht viel war. Am ersten Tag verlor ich einen Zander auf Wobbler und später knallte ein zweiter daran haarscharf vorbei. Der Wetterbericht hielt was er vesprochen hatte und ein Tag später brachte der Regen eine gut tuende Abkühlung mit sich. Da machte es auch wieder richtig Spaß tagsüber mit Dropshot auf Barsche zu angeln,doch leider hatten nur die kleinen die angebotenen Köder zum fressen gerne. Als es dämmerte stellte ich auf Zanderköder um und die ersten Würfe ergaben schon einen Anfasser den ich aber eher einem Barsch zugeschrieben hätte. Einige Zeit später hing auch endlich ein Zander am Band. Der 52er Zander hatte auf einen Köder von Bass Assassin gebissen. Nach dem versorgen des Zanders angelte ich weiter, aber es blieb der einzige Zander an diesem Abend den irgendwann trat dich den Heimweg an. Die Hoffnung bleibt das bald bessere Zeiten kommen den mit großen Schritten gehen wir schon auf den Herbst zu und damit beginnt die aufregenste Zeit des Jahres. Ich freue mich schon drauf.

 

veröffentlicht Oktober 2013

Überraschungs Wels

Gesundheitlich Gründe zwangen mich eine Auszeit vom Angeln zu nehmen. 
Nach meiner Genesung war ich wieder Feuer und Flamme auf meinen ersten Gang ans Wasser. In der Zwischenzeit fing der Pegel des Rheins an zu fallen und auch bei meinem ersten Versuch war keine andere Tendenz zu erkennen. Wie es nun mal so ist, sind in den Hitze Monaten die Pegel der Flüsse niedrig, dafür die Kleinfische in Massen vorhanden und kommt noch dazu das der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt, sind das keine guten Voraussetzungen für uns Angler. Und so war mein erster Versuch am Wasser, trotz der Vorfreude, ein Schneidertag und in den folgenden Tagen wurde es nicht besser. Wenn es mal einen Fisch gab dann verlor ich diesen im Drill oder der Biss war gleich so spitz das dieser erst gar nicht gehackt werden konnte. Aber manchmal gehört das Glück dem Tüchtigen. Der Abend an dem es endlich klappte begann exemplarisch für die zurückliegenden Tage, natürlich mit einem verlorenen Zander im Drill. Aber jetzt, einige Minuten nach dem verlorenen Zander, stand ich am Wasser und hatte endlich einen Fisch am Band und dann auch gleich einen richtig guten. Er hatte auf einen 5inch Köder an meiner 50g Rute gebissen. In den ersten Sekunden nach dem Anschlag beschlich mich erstmal das Gefühl das da ein Wels gebissen hatte, den das Verhalten war für einen Zander untypisch. Da fehlten die typischen Kopfstöße, dafür gab’s immer wieder längere Fluchten Richtung Grund. Das Gewicht des Fisches war ordentlich zu spüren und nach einigen gefangenen Welsen auf meine Zanderrute, wollte ich diesen vermeintlichen Wels nicht zu sehr forcieren um keinen Schnurbruch zu erleiden. Kurze Zeit später kam der Fisch dann doch an die Oberfläche und ich war erstmal überrascht von dem kompakten Großzander der vor meinen Füßen seine Breitseite zeigte. Eine entschlossene Handlandung beendete diesen komischen Drill und nach einem Freudenschrei fand der 84er Verewigung auf einigen Bildern, die ich mit ihm machte. Im Nachhinein war ich auch sehr glücklich endlich die Serie an schlechten Angeltagen hinter mir zu lassen und das auch noch mit einem so tollen Zander. Aber in diese Freude mischte sich auch ein Frage; warum verhalten sich manche großen Zander so unspektakulär im Drill?  

Ich weiß nicht ob ich je eine Antwort darauf finde, aber ich werde es weiterhin versuchen.

 

veröffentlicht September 2013