"Sommerloch"

Es hat einige Zeit gedauert bis ich mal wieder die Zeit gefunden habe einen Bericht zu veröffentlichen, die letzten Wochen waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt, ich habe zwar gefangen aber nicht wirklich gut.

Wie fast jedes Jahr hat sich das sogenannte "Sommerloch" eingefunden. Die meisten Tage ging ich als Schneider nachhause, besonders bemerkbar hat es sich die letzten Wochen gemacht als die große Hitzewelle kam. Die Zeit Juni, Juli, August werden meistens als Sommerloch definiert, da die Fänge in den meisten Gewässern merklich zurückgehen. Das hat sicher nicht nur mit der Hitze zu tun, sondern mit viel mehr Einflussgrößen. Die Rekordtemperaturen der letzten Wochen haben dazu beigetragen das die Wassertemperatur im Rhein über 26 Grad gestiegen ist, das beeinflusst natürlich die Sauerstoffbindung des Gewässers und somit auch jegliches Verhalten der Lebewesen unter Wasser. Zu den hohen Temperaturen kam noch dazu das der Wasserpegel sehr gesunken ist und auch auf diesem niedrigen Stand geblieben ist, wiederum beeinflusste der niedrige Pegel die Wassertrübung extrem.

 

                                Quelle: www.lubw.baden-wuerttemberg.de

Diese Faktoren tragen dazu bei das die Fische sich andere Standorte suchen die ihnen guttun. Wen man die Tage am Rhein war konnte man an sehr wenigen Stellen überhaupt mal Weißfische oder Brut ausmachen. Vereinzelt waren Rapfen zu fangen, die Rapfen beangele ich nicht wirklich mit Absicht, aber auch Aktivitäten von Rapfen waren in den letzten Wochen sehr selten zu sehen. Wen wir mal fangen konnten egal ob Barsch, Rapfen oder Zander dann waren diese auch nur sehr nahe am Grund und in stark strömenden Bereichen zu finden und eher mit sehr unauffälligem Gerät zu überlisten, manche Erfolge auf Barsch konnte mein Kumpel Tibi mit sehr dünner geflochtenen und tief laufenden Silentwobbler erzielen. Ich konnte wen überhaupt Zander vor der richtigen Hitze erst spät abends oder während und nach der Hitzewelle sehr weit in der Fahrrinne des Rheins fangen, dabei war einiges an Wurfweite und Köderkontrolle gefragt um überhaupt die Bisse zu spüren. Ich habe so manchen Fisch in dieser Zeit verfehlt und nur die blieben auch hängen die es rigoros auf meinen Köder abgesehen hatten und sich diesen knallhart holten. Da bleibt noch eine Einflussgröße übrig und das sind die Futterfische und natürlich macht der Überfluss an Futterfisch es auch nicht einfacher da die Räuber es nicht nötig haben auf jeden unserer Köder einsteigen zu müssen, hier ist die Auswahl des Köders richtig zu treffen, der Köder sollte eher realistisch sein und nicht so extrem auffallen wie zu anderen Zeiten. Unserer Meinung nach stehen die Räuber in den letzten Wochen in sehr stark strömenden Bereichen oder an Stellen wie Kraftwerkausläufen, eben dort wo viel Wasser umgewälzt wird und Sauerstoff somit im Wasser gebunden wird. Aber lange Rede kurzer Sinn, diese Gegebenheiten wiederholen sich jedes Jahr aufs Neue, mal mit weniger und mal mit gravierenderem Einfluss auf die Raubfische und da bedeutet es entweder daheimbleiben oder einfach ans Wasser gehen, die richtigen Stellen finden und versuchen zu fangen.

 

Veröffentlicht Juli 2015

Gute Freunde, gute Zeiten, gutes Tackle

 

Das wären kurze Worte für den 16 und 17 Mai, denn was die Fische anging war nicht wirklich viel los an diesen Tagen.

Egal es hat trotzdem Spaß gemacht wir waren am Wasser hatten gute Laune und haben natürlich viel geangelt. Dass es so schwierig werden würde an den ersten Tagen der Saison 2015 hatten wir zu Beginn nicht geglaubt den es ging schon früh morgens voller Euphorie ans Wasser, wo uns die Rapfen in voller Raubfreude empfingen. Die ersten Köder landeten dann auch schon im Wasser und die Stelle wurde gewissenhaft beangelt und was soll ich sagen, nichts, aber absolut nichts ging. Zu dritt beackerten wir das Gewässer stundenlang bis sich irgendwann mal ein 35er Barsch erbarmte und meinen Köder nahm und dem Gefühl des Schneiderns ein Ende setzte. Nach diesem schönen aber sehr blassen Barsch war die Hoffnung groß, dass es endlich losgehen würde, das Gegenteil war der Fall, nach diesem Barsch kam gar nichts mehr. Wir entschieden uns einen Abstecher an den Neckar zu machen, vielleicht würde es da besser laufen aber weit gefehlt auch dort flogen unsere Köder ein ums andere Mal in die dunklen Fluten, aber von Barsch, Zander und Co fehlte jede Spur. Wir entschieden uns nach einigen Stellen und vielen Würfen nachmittags erstmal eine Pause zu machen um eine Stärkung zu uns zu nehmen. Während dem Essen entschieden wir uns einige Köderfische zu fangen und mit Grund- und Stellfischruten unser Glück zu versuchen. Die Köderfische meinten es zu Beginn auch nicht wirklich gut mit uns bis wir dann doch einige Lauben und Grundeln für unseren Ansitz fangen konnten. Die Grundruten und Stellfischruten wurden mit Köderfischen bestückt und ausgelegt, das Warten konnte beginnen. Um es kurz zu machen, ihr werdet es wohl erraten haben, glitt uns auch hier nach Stunden kein Fisch in den Kescher. Wir hatten die Wahl die letzte Stunde noch vor den Ruten zu sitzen oder aktiv nochmals auf Zander zu probieren. Nach kurzem heftigen Diskutieren war es entschieden, wir packten alles zusammen und fuhren an eine andere Stelle um unser Glück mit der Spinnrute zu probieren. Angekommen an der Stelle machen wir unsere Spinnruten scharf, es blieb uns noch eine halbe Stunde um einen Zander zu fangen. Die ersten Würfe brachten nichts bis dann tatsächlich ein Zander mit einem harten Tock sein Interesse für meinen Köder bekundete, der Anhieb saß und ich konnte den Zander nach einem knackigen Drill landen. Endlich ein Zander und ein wirklich schöner 72er dazu der endlich nach so vielen Stunden in meinen Händen lag. Das war auch schon das Ende des ersten Tages, danach geschah nichts mehr Erwähnenswertes am Wasser.

 

Der 2te Tag ging aus wieder sehr früh los, diesmal erlebten wir den Sonnenaufgang am Neckar, was heißt den Sonnenaufgang, dieser Morgen erwartete uns bewölkt und echt kalt, die Fische hielten uns auch an diesem Morgen hin. Außer dass ich einen Karpfen gehackt hatte der bevor er ausschlitze mir zeigte das meine Rollenbremse noch ganz gut intakt ist passierte auch wie am Tag davor an allen Stellen die wir aufsuchten nichts. Wir hatten nur bis mittags Zeit darum entschieden wir uns nochmals einen Abstecher an den Rhein zu machen um einige Stellen abzuklappern, aber entweder die Stellen waren besetzt, überflutet oder es ging einfach nichts. Erst an der letzten Stelle konnten wir noch einen untermassigen Zander landen der sofort wieder schwimmen durfte. Das war es dann auch schon gewesen, wir hatten trotzdem Spaß, besonders hat es mich gefreut das wir, Manu, Tibi und ich, uns nach längerer Zeit mal wieder zusammenfanden zum Angeln und das war für den Start in die neue Saison die Hauptsache. Es hat zwar diesmal nicht so gut mit den Fischen geklappt aber das kommt sicher noch, vielleicht brauchen die Raubfische noch etwas Anlaufzeit.

 

Anhang:
Im Laufe der darauffolgenden Woche suchte ich noch zweimal den Rhein auf, das trübe Hochwasser und der bewölkte Himmel machten die Hoffnung groß das es klappen könnte, es klappte aber nicht wirklich gut, ich verlor einen Zander, der Ende 60 gehabt haben könnte, direkt vor meinen Füßen und hatte noch zwischendurch einen Zaghaften Biss sonst geschah nichts mehr Großartiges was es zu vermelden gibt.

 

Veröffentlicht Juni 2015

Start in die Saison 2015

 

Bald ist es wieder soweit, am 16 Mai startet die neue Raubfisch Saison bei uns und viele bereiten sich mit Vorfreude auf diesen Tag vor, Ruten werden vorbereitet, Rollen werden mit neuer Schnur bespult und alle erdenklichen Köder werden wieder scharfgemacht um bereit zu sein für den ersten Tag, und natürlich stellst sich jeder von uns vor seinem geistigen Auge manchen Drill mit einem großen Raubfisch vor.

Was da wohl kommen mag in der vor uns liegenden Saison? Das wird nicht nur unsere Vorfreude zeigen, sondern auch die Gegebenheiten am Wasser, wie war das Wetter der davorliegenden Wochen, wie ist der Wasserstand in unseren Flüssen, wie verhält es sich mit der Trübung des Gewässers, das sind die Fragen die ich mir stelle so kurz vor dem 16 Mai. Denn diese Dinge sind es auch die darüber entscheiden ob ich die richtige Köderauswahl treffe oder als Schneider den Heimweg antrete. Als Beispiel, 2013 war es kalt der Rhein führte davor immer wieder Hochwasser und der zurückliegende Winter war auch zu lang gewesen, das Wasser hatte über längere Zeit zu niedrige Temperaturen und somit gestaltete sich das Angeln auch die ersten 2 bis 3 Wochen sehr schwierig, durch den langen Winter haben sich die Lachzeiten nach hinten verschoben gehabt und das machte besonders die Zander sehr rar. Dieses Jahr zeigte sich das Wetter in den letzten Wochen von seiner guten Seite, nach dem zurückliegenden Hochwasser Anfang April erwärmte sich der Rhein auch schon schneller durch die sonnigen Tage. Anfang Mai gab es Regenschauer die den Pegel des Rheins wieder hochschnellen ließen. So wie es aussieht wird es dieses Jahr so sein das die Raubfischsaison mit Hochwasser beginnen wird. Das wird eine etwas schwierige Angelegenheit werden da man nicht weiß ob die Zander ihr Laichgeschäft hinter sich gebracht haben und sich danach wieder verteilt haben. Wir werden auch auf Zander angeln aber wir werden Strömungsberuhigte Bereiche in denen die Zander noch Nestpflege betreiben könnten meiden, darum werden wir Primär nur Strömungskanten und Teile des Gewässers aussuchen wo bewegtes Wasser sein wird um die schwarzen Böcke nicht zu stören falls sie wirklich noch dabei sein sollten. Man kann vieles vorbereiten aber erst an diesem Tag am Wasser entscheide ich mich wie das Konzept aussehen wird mit dem ich den ersten Angel Tag beginne, den alle Vorhaben davor bringen nichts wen man sich nicht im Klaren ist wie die momentanen Gegebenheiten am Wasser sind. Trotzdem manchmal ist die Vorfreude die größte Freude und das sei jedem von uns gegönnt, denn das ist auch ein Teil von dem was unsere Leidenschaft ausmacht.  Darum wünsche ich jedem von euch genießt die Vorfreude bis es wieder heißt die Raubfisch Saison ist eröffnet. „Tight Lines“.

 

Veröffentlicht Mai 2015

Nach der Saison ist vor der Saison!

Der März 2015 endet und damit auch die Raubfischsaisson 14/15, viel zu vermelden gibt es nicht.

Die Fänge hielten sich in Grenzen, die Zander waren die letzten Wochen nicht wirklich in beisslaune, das hielt mich trotzdem nicht davon ab den Weg an mein Hausgewässer zu machen. In der Schonzeit heißt es erstmal einfach mal den Dingen freien Lauf zu lassen, natürlich auch aufs Angeln bezogen, wo ich einfach mal ganz ohne Drang etwas die Friedfische beangeln werde, ja ich weiß ich gehe fremd (ist aber nur in der Schonzeit), aber ab und zu muss man sein Verlangen nach anderen Dingen stillen. Dazu kommt der Stress der im Beruf und im Alltag auf einen einprasselt und diesen Stress möchte ich nicht noch auf das Angeln übertragen, nach dem ich die letzten Monate sehr viel unterwegs war und auch das Angeln auf die Zander viel Zeit gekostet hat, möchte ich die Schonzeit dazu nutzen einfach etwas kürzer zu treten, so zu sagen die Zeit am Wasser als Entschleunigung nutzen und die Seele einfach baumeln lassen. In dieser Zeit werde ich ganz ungezwungen auch mal wieder den einen oder anderen Tackle Test hier mit einigen Worten beschreiben. In dieser Zeit werde ich meinem Freund Manu einen Besuch abstatten und mit ihm für einige Tage die Sieg unsicher machen, da wird wahrscheinlich auch noch ein kleiner Fangbericht in den nächsten Wochen folgen. Erst Anfang Mai werde ich wieder verstärkt anfangen mein Raubfisch Tackle für die neue Saison klar zu machen um wieder bereit zu sein den Räubern nachzustellen. Ich freue mich auch schon auf den 16 Mai und bin gespannt was dieses Jahr wieder an Überraschungen bring.

Veröffentlicht März 2015

Ein Traumzander

Ich bin noch etwas baff obwohl schon die ersten Tage nach meinem großen Zander vergangen sind. Ich denke viele von Euch erwarten jetzt eine spannende aufregende Geschichte von einem wahnsinnigen Drill mit diesem Zander, da muss ich Euch leider etwas enttäuschen.

Aber erstmal von vorne, wie ihr schon lesen konntet habe ich die letzten 2 Monate versucht einen großen Zander zu fangen, eigentlich war das Vorhaben Anfang Januar ohne großen Erfolg zu haben beendet, trotzdem habe ich weiterhin zu den normalen Ködern auch große Köder verwendet. Ich war sehr oft draußen und habe viele Schneidertage in Kauf nehmen müssen, über 2 Wochen habe ich geangelt ohne einen Zander zu landen, ich hatte drei Attacken in dieser Zeit die alle ins Leere gingen, zudem hat es mir der Rhein nicht einfach gemacht mit immer wieder steigenden und fallenden Wasserpegeln dazu kam das Wetter mit Schnee, Regen, Sonnenschein und dazwischen mit orkanartigen Windböen.

Obwohl dieser Tag schon verplant war entschied ich mich doch noch das kleine Zeitfenster das ich hatte zu nutzen und fuhr an den Rhein um einige Würfe zu machen. Die erste knappe Stunde ging nichts aber ich war froh das der starke Wind der letzten Tage weg war und man bei leichtem Sonnenschein entspannt angeln konnte. Ich konzentrierte mich eher auf die ruhigeren Zonen und warf diese immer wieder an, ich hatte mich dabei entschieden mit Low-Action Köder zu angeln diese führte ich mit einem 14 g Jigkopf knapp über den Grund, meine Rute mit 80 g Wurfgewicht hatte eine 0,18er Schnur drauf mit einem Stahlvorfach mit 14 kg Tragkraft, wie gesagt diese Kombo ist von mir auch in der Zeit verwendet worden in der ich konsequent mit großen Ködern geangelt habe und mit voller Absicht in diesen Abmessungen verwendet worden. Ein kurzes stoppen des Köders in der Absinkphase, ich schlug an und plötzlich war meine Rute gebogen, der Kontakt setzte sich erstmals langsam in Bewegung, kein Kopfschütteln, kein hin und her, sondern einfach nur ein starkes kontinuierliches abziehen der Schnur von meiner Rolle. Mein erster Gedanke war, das ist ein Wels. Ich drillte ihn langsam zu mir hoch aber mein Gegner zog immer wieder langsam Schnur ab und setze sich immer wieder am Boden fest, es dauerte keine gefühlte 3 min. und mein Gegner ließ sich das erste Mal einige Meter vor mir an der Wasseroberfläche blicken, bei dem Anblick was sich mir da bot war klar das das ein Brocken war, aber erst im Nachhinein sollte es klar sein was da gebissen hatte. Der Zander tauchte wieder ab, nach 2 weiteren kleineren Fluchten tauchte er vor mir am Ufer auf und ich konnte ihn mit der Hand landen. Beim lösen des Köders war zu sehen das der Zander sich anscheinend über den Köder geschoben hatte. Ich hätte mir vielleicht bessere Bilder von dem Zander gewünscht aber in dem Moment konnte ich nur nehmen was  ich bekommen konnte. Bei der ersten Messung ließ ich das Maßband fast aus der Hand fallen, ich muss gestehen ich habe das Maßband dann gleich noch mal aufgerollt und wieder ausgezogen, weil ich das Gefühl hatte das das nicht stimmen kann, den es ergab bei jedem Messen immer wieder das gleiche, 108 cm. Die Bilder von diesem Zander zu machen war echt schwer, den so einen großen Zander zu Händeln war wirklich nicht einfach. Ich befische die Zander am Rhein und Neckar schon einige Jahre und habe immer wieder gehofft einen der großen zu fangen, jetzt ist es mir tatsächlich gelungen und das mit einem Hammer Fisch. Das Gefühl zu erfahren wie es ist seinen Traumfisch zu fangen, das Glück zu haben so einen Fisch einmal in Händen zu halten und zu wissen wie andere es bei ihrem Meterzander empfunden haben. Das was mir mein Freund sagte und mich wie ein Schlag ins Gesicht traf war „ Das ist der Fisch deines Lebens, den wirst du nie wieder toppen können.“ Nach reiflicher Überlegung kann es auch sein das das stimmt was er gesagt hat, aber ich habe über die Jahre am Wasser schon manches erlebt, ich liebe den Rhein mit seiner launischen Art und obwohl es der absolute Traum eines jeden Zanderanglers ist so einen Fisch zu fangen, habe ich den Rhein und den Neckar vor meiner Tür und die Option vielleicht diesen Fisch zu toppen ist in jeder Stunde, Minute oder Sekunde die ich am Wasser verbringe möglich.

 

veröffentlicht Januar 2015

Catch The Giant

Anlass dieses Vorhabens ist die Meinung Vieler das die Größe der Köder die Größe der gefangenen Zander selektiert und damit ein entscheidender Punkt beim Zanderangeln auf Großzander sein soll.

Die Meinung möchte ich als normaler Hobbyangler versuchen für mich zu beantworten und Ihr könnt mein Vorhaben mit verfolgen. Ab November, um genau zu sein ab dem 8 November 2014 habe ich mir vorgenommen vorerst bis Ende des Jahres nur noch mit Köder ab der 16 cm Klasse auf Zander zu angeln. Was die Obergrenze und die Art der Köder angeht setze ich mich da noch nicht fest, wahrscheinlich endet diese irgendwo bei 23 bis 25 cm Ködergröße. Da ich mit verschiedenen Köderaktionen angeln möchte schließe ich keine der Köderarten aus, egal ob No- Action oder Action Köder, jeder dieser Köder wird Verwendung finden, er muss nur die mind. Grenze von 16 cm überschreiten. Für die die jetzt sagen aber …, immer wen ich dazu komme Angeln zu gehen werde ich vorwiegend Stellen aufsuchen an denen nachweislich schon große Zander gefangen (ab der 80er Klasse) wurden natürlich werde ich auch neue Plätze oder Plätze die mir attraktiv vorkommen nicht auslassen. Damit Ihr bei meinem Vorhaben auf dem laufenden bleibt, werde ich ab jetzt eine Liste führen anhand der verfolgbar ist was für ein Zander mit welchem Köder gefangen wurde. Ich bin schon sehr gespannt was dabei raus kommt.

 

46er Zander auf 16 cm Sea Shad in Fire Tiger

48er Zander auf 18 cm Fork Tail in Gold Glitter

50er Zander auf 18 cm Fox Rage Pro Shad in Disco Pop

43 cm Zander auf Illex Nitro Shad 18 cm Farbe Jelly Shad, kein Bild da Zander sofort released wurde

54 er Zander auf 16 cm Sea Shad in Fire Tiger

62er Zander auf  16 cm Stint Shad von MB Fishing in Grün-Orange

64er Zander auf  16 cm Sea Shad in Fire Tiger

 

So wir haben Anfang Januar und es wird Zeit für mein Abschlusswort zu meinem Vorhaben, nähmlich einen großen Zander mit großen Köder zu fangen. 2 Monate kamen nur große Köder zum Einsatz, das Ergebnis seht ihr oben. Dazu gab es noch einen 70er Hecht als Beifang, einen verlorenen Wels im Drill und keinen einzigen Barsch oder sonstige andere Räuber. Das eingesetzte Tackle waren Ruten von 60g bis 90g Wurfgewicht, Rollen waren 2500er bis 3500er im Einsatz und was die Geflochtene angeht, habe ich Durchmesser von 0,14 bis 0,18 eingesetzt. Fängige Köder für die Zander hatte ich viele in meiner Box, erwähnen möchte ich die mir Fisch brachten. Allen voran war es der Sea Shad egal ob schwer am Grund geführt oder mit leichtem Jigkopf am Ufer entlang geführt, erwähnt sei auch der Fork Tail oder der Stint Shad,  Köder die auch ihren Fisch brachten. Wie Ihr sehen konntet brachte kein Köder über 20 cm einen Kontakt. Ich werde auch weiterhin nicht ganz auf große Köder verzichten weil sie mir in der Vergangenheit schon den einen oder anderen schönen Fisch brachten, aber ich habe festgestellt das auch das abwechseln der Ködergrößen beim Zanderangeln einfach effizienter ist, und es ist einfach sehr mühevoll solche Köder stundenlang zu werfen, als Beispiel erwähne ich einen Abend an dem ich mit einem Freund am Wasser war und ich den Grund mit großen Köder abgeklopft habe und er wenige Meter neben mir seine normalen 10 bis 12cm Köder am Grund führte, ich hatte an diesem Abend keinen einzigen Kontakt, er hatte erst einen Fehlbiss auf einen 12cm Low-Action Shad und wenige Minuten später landete er einen dicken 77er Zander auf den erwähnten Köder. Wen ich vergleiche was ich in der gleichen Zeit des vorherigen Jahres (2013) an Zander gefangen habe stelle ich fest das ich in diesen 2 Monaten nicht mal Ansatzweise die Stückzahl geschweige die Durchschnittsgröße erreicht habe mit dem Einsatz von so großen Köder. Das zeigte mir auch wieder das das Zanderangeln immer Flexibilität von einem verlangt. 


Zum Schluss
Auch wenn der große nicht dabei war, war ich doch erstaunt wie klein die Durchschnittsgröße bei den gefangenen Fischen ausgefallen ist, das zeigt das auch kleine Zander absolut kein Problem mit großen Köder haben, den die härtesten Bisse gab es tatsächlich bei den kleinen Zander. Es ist immer Glückssache bei einem solchen Vorhaben die perfekte Zeit, die optimalen Bedingungen und den perfekten Köder für den gewünschten Fisch zu treffen. 

veröffentlicht Januar 2015

Update November 2014

 

Wie die Zeit rennt, das Jahr 14 ist auch bald zu Ende und der Sommer wurde schon wieder von einem goldenen Herbst abgelöst, bald wird dieser dem kommenden Winter weichen müssen.

Die letzten Monate sind nicht nur beruflich und privat wie im Fluge vergangen sondern auch vom anglerischen her gesehen. Da fand ich es an der Zeit wieder ein Resümee der letzten Wochen zu ziehen. Wirklich erfolgreich war ich dieses Jahr noch leider nicht was die größeren Zander angeht, dafür war auf die meisten der anderen Räuber oft Verlass. An Gewässern wurden die letzten Wochen sowohl der Rhein als auch der Neckar befischt, aber ich gönnte mir auch einen Abstecher nach Hamburg an die Elbe. Besonders die Rapfen waren in den letzten Wochen sehr aktiv unterwegs und sehr bemerkenswert ist das sie wirklich gelernt haben ( und anders möchte ich es nicht ausdrücken) Jagd auf die Grundeln in unseren Gewässer zu machen, da wir an manchen Tagen Rapfen im 2stelligen Bereich laden konnten und alle Rapfen krachten auf unsere Köder die bevorzugt in der Farbe braun jiggend am Boden angeboten wurden. Ein spannendes und kurzweiliges fischen aber nicht wirklich mein Zielfisch.

 

Barsche und Zander konnten auch gelandet werden, die Zander waren im Rhein bevorzugt in den Abendstunden zu fangen da der Rhein oft sehr klares Wasser geführt hat. Die Barsche waren dafür aber bei sehr gutem und sonnigem Wetter zu fangen. Es gab keine Massen an Barschfängen aber dafür bissen Barsche in guten Größen. Die kommenden Wochen wird es draußen wieder kälter und trostloser die Gewässer werden seltener von anderen Anglern besucht und damit startet auch meine bevorzugte Zeit um die etwas größeren Zander an den Haken zu locken und ich hoffe ich kann euch dann das eine oder andere Wort und Bild in nächster Zeit dazu schreiben und zeigen. Für die Leute unter euch die auch nicht im Winter davor halt machen auf unsere Räuber Jagd zu machen wünsche ich die nächsten Wochen ein gutes angeln.

 

veröffentlicht November 2014

Update Juli 2014

 

Die letzten Wochen waren nicht nur Fußball technisch ein harter Weg, auch hier am Rhein war so manche Durststrecke zu überstehen. Eigentlich hatte ich auf gute Zanderfänge gehofft, wie gesagt eigentlich, den das Thema Zander gestaltete sich im Juni und Anfang Juli verdammt schwer, der Rhein führte fast durchgehend  Niedrigwasser und konnte jedem Brunnen was an Klarheit des Wassers anging locker die Schau stehlen, natürlich war ich an manchen Tagen etwas griesgrämig das die Jungs so schwer zu finden waren. Das schöne war das in diesen Wochen wo der Rhein Niedrigwasser führte, der Durchlauf an Anglern die sich die Klinke in die Hand gaben am Rhein unglaublich hoch, hatte lange nicht mehr so viele Angler am Wasser gesehen. Durch Gespräche mit anderen Anglern konnte ich feststellen das zumindest manch guter Zander in den späten Abendstunden auf Köderfisch  gelandet werden konnte, was das Thema Kunstköder anging war es für fast alle sehr schwer, aber ich liebe es nun mal mit Kunstköder zu angeln.  Andere Infos machten mir klar das der Neckar eine bessere Option in dieser Zeit war. Dieser Info folgte ich auch mal um zu sehen ob ich das Zanderangeln verlernt hatte oder ob die Zander tatsächlich tagsüber im Rhein einfach zu weit draußen standen, also ich kann sagen verlernt habe ich es nicht, den am Neckar klappte es innerhalb von kurzer Zeit und das bei knapp 30 Grad und in der besten Nachmittag Sonne mit 2 Anfasser und einem schönen Zander.

 

 

Aber es gab doch eine Alternative die mich davon abhielt des Öfteren den Weg an den Neckar zu machen, und das waren die Welse im Rhein die zu Beginn mir das Leben schwer machten. Aber das hat auch Vorteile, mit der Zeit habe ich durch einige schöne Drills üben können auch mit solchem Tackle einen Wels gekonnt auszudrillen so lange er natürlich nicht die 2 Meter Marke knackte, den ab da war es schon zu viel des Guten. Alles hat seine Vor- und Nachteile, aber jetzt wieder zurück zum Thema Zander. Kaum ging es für die deutsche Nationalmannschaft Richtung  WM-Finale fing auch das Wetter an umzuschwenken und die vielen Stürme und Regenergüsse ließen den Rhein so werden wie ich ihn liebe, der Pegelstand  knackte die 4m Marke, das Wasser wurde schön braun durch den vielen Regen und die Temperatur des Wassers blieb auch ziemlich konstant, also sollten doch die Jungs wieder in Beisslaune sein. Das faszinierende ist nun das genau das was ich oben nannte mit den vielen Anglern die sich die Klinke in die Hand gaben, sich jetzt wo der Rhein perfekt war, sich ins genaue Gegenteil  umwandelte, in den paar Tagen wo der Rhein schon so hoch war, hatte ich sehr wenige Angler unterwegs gesehen und wen dann doch eher Ansitzangler, von Leuten mit einer Spinnrute in der Hand war nichts zu sehen. Die Waffe ab jetzt hieß überbleite Köder damit wurden Strömungskannten abgeangelt, die Köderfarbe ist ziemlich egal gewesen, trotzdem konnte man mit einem Barschdekor nichts falsch machen. Eine Lanze wollte ich hier noch mit dem Thema Luftdruck brechen, habe es schon des Öfteren erwähnt auch in anderen Berichten das der Luftdruck zumindest auf Rheinzander meiner Meinung nach keinen Einfluss hat, wer die letzten Tage das Wetter gesehen hat wird sich wohl im Klaren sein das da kein bisschen von einem stabilen Luftdruck zu messen war, ich hatte Bisse bei Regen bei purem Sonnenschein und bei Wind. In den Stunden der letzten  Tage wo ich draußen war gab’s eine ganz gute  Bissfrequenz, leider ist der richtig große Zander ausgeblieben, ich konnte auch manche Bilder von Zandern machen, leider vergaß ich an einem Tag meine Kamera daheim, deshalb gibt es keine Bilder von diesem Tag zu bestaunen. Und zum Schluss war der Tag an dem die Nationalmannschaft endlich Weltmeister geworden ist auch ein super Tag zum Zanderangeln, den einige Stunden vor Anpfiff war ich für 2 Stunden am Rhein und nach einigen Fehlbissen und einem im Drill verlorenen Zander kamen 3 gelandete Zander wobei einer untermassig  war, deshalb wäre mein Tip zum Finale 3:0 für die deutschen  Jungs gewesen, na ja zum Glück habe ich nicht getippt. Trotzdem Glückwunsch zur Weltmeisterschaft.

 

Selektives Angeln mit großen Ködern ??

veröffentlicht August 2014

Start in die Saison 2014

 

Es hat seine Zeit gedauert bis endlich die Durststrecke beendet war und wir in eine neue Raubfischsaison starten konnten.

Traditionen verbinden, daher war es wie jedes Jahr so, dass wir uns wieder sehr früh morgens des 16 Mai zu dritt am Wasser einfanden.

Die Tage davor verbrachten wir voller Spannung damit unser Tackle für die neue Saison vorzubereiten, so das wir perfekt vorbereitet waren um die ersten Würfe am Rhein machen zu können. Die Voraussetzungen wären eigentlich perfekt gewesen an diesem 16 Mai, der Rhein war trüb, der Pegel hoch, die Sonne schien nur der miese kalte Wind wollte uns scheinbar einen Strich durch die Rechnung machen.

Zum Glück waren die Fische in guter Beisslaune und uns erwartete den ganzen Vormittag ein kurzweiliges Angeln. Den ersten Fisch des Tages landete Tibi auf einen Gummifisch, es war kein Zander, sondern ein Rapfen aber egal der Anfang war gemacht. Im Laufe des Vormittags gab’s immer wieder Bisse und wir landeten einige Zander, leider waren die meisten dieser Zander nicht wirklich groß. Einen Bonushecht gab’s dann auch noch etwas später und hätten wir noch einen Barsch gefangen wäre das Quartett komplett.

Nach dem erfolgreichen Vormittag nahmen für uns etwas Zeit für eine Stärkung und eine kleine Erholungspause. Am Nachmittag ging es wieder los zum Köderfisch fangen, diesmal sollte der Abend ganz im Sinne der Stellfischrute stehen. Die Taktik ging an diesem Abend ganz gut auf, den am Ende des Abends gab’s für jeden von uns einen Zander. Zwar nicht die größten aber das richtige Maß für die Küche, den unser Abend endete mit frischem leckerem Zanderfilet und einigen kühlen Blonden.

 

Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht ging es voller Tatendrang wieder sehr früh morgens an den Rhein. Wieder nur mit Spinnruten bewaffnet machten wir uns auf die Suche nach den Zandern, leider fing der Tag nicht nach unseren Vorstellungen an. Nach einigen Stunden angeln gab es nur zwei untermassige Zander und eine ernüchternde Stimmung.

Obwohl die Voraussetzungen gleich waren wie am ersten Tag waren die Mäuler der Fische wie zugenagelt. Wir entschieden uns daher mittags es mit den Hechten zu versuchen, das die in besserer Laune sein könnten. Zu dritt konnten wir einiges an Köder ausprobieren aber egal ob Soft- oder Hardbaits nichts brachte Bisse. Irgendwann dachten wir das Eis wäre gebrochen den Manu bekam auf seinen Real Eal von Savage Gear endlich den ersten Biss.

Der Hecht zeigte an der Rute einen guten Drill, Manu landete diesen 85er aber gekonnt und zurück blieben einige Bilder vom Hecht mit glücklichen Fänger.

Danach wurde es wieder sehr zäh bis es später auch auf meinen Sea Shad endlich einen Biss gab, ein 55er Hecht hatte sich diesen einverleibt und bot einen guten Drill. Danach gönnten wir uns eine Erholungspause den erst abends sollte es wieder auf Zander gehen.

Mit unseren Spinnruten ging es abends an einige der von uns bevorzugten Stellen, aber leider brachte alles Werfen nichts denn wie am Morgen schienen die Mäuler der Zander wie zugenagelt. Und so beendeten wir das angeln spät abends ohne wirklich was gefangen zu haben. Den einzigen Zander des Abends befreite ich gleich im Wasser denn da war noch untermassig und da war noch weit Luft nach oben. Zwei Tage mit vergleichbaren Bedingungen gingen zu Ende, der erste ganz erfolgreich der zweite sehr ernüchternd, schon komisch wie grundverschieden es manchmal laufen kann. Dennoch, auch hauptsächlich wegen meiner beiden Freunde, waren es wieder zwei tolle Angeltage mit viel lachen Blödsinn machen und natürlich auch mit manchem gefangenen Fisch. 

 

veröffentlicht Juni 2014