Update vom Hochwasser und Zanderfängen

 

Wie gewohnt gibt es von mir ein Update über die vergangenen Wochen und wie es am Wasser gelaufen ist.

Ein Thema das sich wie ein roter Faden durch fast alle meine Berichte durchzieht ist der Wasserstand des Rheins. Ich erwähne den Wasserstand immer wieder damit die Angler die wenig Erfahrung mit dem Flussangeln haben sich ein Bild davon machen können welchen Einfluss der Wasserstand aufs Angeln am Rhein hat. Wie oft man sich dabei neu umorientieren muss, nicht nur mit der zusammen Stellung der Angelgeräte, sondern auch mit der Platzwahl. Es fällt anhand meiner Bilder auf das zu gewissen Zeiten bestimmte Stellen von mir aufgesucht werden, das liegt nicht daran das es sich nicht lohnt, oder das ich zu faul bin, andere Stellen zu beangeln. Wie in manchen vergangenen Jahren gab es auch dieses Jahr am Rhein eine lang anhaltende Hochwasserperiode. Die zugänglichen Plätze werden in solchen Zeiten daher sehr übersichtlich, dazu kommt das auch andere Angler an diesen Orten zu finden sind, womit gute Angelstellen immer weniger zur Verfügung stehen. Die industrielle Verbauung beschränkt obendrein immer mehr die Zugangsmöglichkeiten an den Rhein. Die andere Alternative ist das Angeln in Naturnahen Gebieten.

Doch auch hier findet eine Einschränkung der Angelstellen in dieser Zeit statt, denn was die meisten nicht bedenken und wenige beachten ist das solche Gebiete bei Hochwasser für uns Menschen immer öfters gesperrt werden und damit zu Schutzzonen für Wildtiere auf gewisse Zeit erklärt werden. Damit möchte man den Wildtieren die Möglichkeit geben dem Hochwasser und den damit verbundenen Gefahren auszuweichen, um sich auf Landflächen (Wald, Wiesen, Felder usw.) ganz ungestört, von uns Menschen, aufzuhalten. Ich finde das ist die richtige Maßnahme und betrete die gesperrten Bereiche in der Zeit wo sie gesperrt sind nicht.

 

Kommen wir aber zu den Fängen der letzten Wochen die mittelmäßig waren, zum einen natürlich, weil es wirklich nicht einfach war effektiv zu angeln (viel Treibgut), zum anderen weil die Raubfische, und dabei besonders die Zander, ganz andere Beisszeiten und Beisverhalten an den Tag legten als man es von ihnen gewohnt ist.

Das man beim Zander nicht immer auf das Schema F setzen darf und kann, bewies sich in den letzten Wochen wieder deutlich und zeigte mir das man immer wieder umdenken muss, wenn man dauerhaft erfolgreich sein will. Das bewies mir Tibi mit seinem hervorragenden Wissen im Bereich des Zanderangelns. Mit mehr als zwei Jahrzenten Erfahrung auf diesem Gebiet beweist er immer wieder wie man in schwierigen Zeiten ans Ziel kommen kann. Das zeigte er auch an dem Tag wo er mich, mit einigen tollen Zandern, wieder wortwörtlich an die Wand angelte. Es war eigentlich ganz einfach, er setzte auf Ködergrößen die wohl die meisten beim Zanderangeln nie einsetzen würden. Ich muss gestehen ich war zu stur um auf ihn zu hören und angelte in der gleichen Zeit, die gleichen Stellen aber mit den gängigen Ködern ab ohne überhaupt einen Biss zu bekommen. Erst als ich über meinen Schatten sprang und es ihm nachmachte stellte sich der Erfolg auch bei mir ein. Zwar zu spät aber immerhin hatte ich mit dem Fang eines stattlichen Zanders keine Nullnummer an diesem Tag.

Im Nachhinein brachte mir dieses Wissen um die Ködergrößen noch einige Zeit danach manch schönen Fisch, sonst hätte ich sicher öfters geschneidert.

 

veröffentlicht Juli 2016

2016 Saisoneröffnung

 

Man brauchte kein Hellseher zu sein um zu wissen das auch der Saisonstart am 16 Mai kein einfacher werden würde.

Aus den vergangenen Jahre haben wir gelernt wie manche äußerlichen Konstellationen das Beißverhalten der Raubfische beeinflussen, dessen ungeachtet ist es für uns ein fester Termin im Jahreskalender und wir versuchen es, auch wenn die Witterungen oder die Flüsse nicht immer mitspielen wollen. Eigentlich sah es einige Tage vor dem 16ten super aus, das Wetter und der Wasserpegel stimmten uns positiv, unser Tackle war schon längst vorbereitet, also konnte eigentlich nichts schief gehen. Innerhalb von zwei Tagen aber sackten die Temperaturen in den Keller und der Pegel des Rheins rauschte der 6 Meter Marke entgegen. Wir entschieden uns am ersten Tag, trotzt Kälte und Regen, abwechselnd mit Kunstköder und Grundmontagen zu fischen, aber da fing schon das Problem an.

Einen Tag vorher ließen uns die Köderfische im Stich also versuchten wir am gleichen Tag einige Köderfische für unsere Ködermontagen zu fangen. Wobei der Erfolg mäßig war, außer einigen kleinen Grundeln und einem einzigen kleinen Barsch fingen wir nichts. Hinzu kam noch das nach dem 2ten Wurf eine meiner Spinnrollen den Geist aufgab, das waren wohl nicht die besten Anzeichen. Unglaublicher Weise war dieser Barsch auch der Köder der uns den einzigen Fisch in diesen zwei Tagen brachte, einen 5oer Zander. Die meisten Stellen die wir normalerweise frequentieren waren an diesen Tagen einfach nicht zugänglich, also steuerten wir am folgenden Tag mit unseren Spinnruten im Gepäck andere uns bekannte Stellen an. Das Wetter hatte sich wieder geändert, die Sonne schien oft und zum Glück regnete es nicht mehr. Der Unrat den der Rhein mit sich führte aber machte uns sehr zu schaffen, bei den meisten Würfen hatten wir Probleme den Köder sauber zu führen ohne das uns der ganze Schmutz in die Quere kam. 

 

Daher entschieden wir uns auch dem Neckar einen Besuch abzustatten. Der Neckar war sauber und klar aber das Hochwasser des Rheins führte dazu das sich dieser aufstaute, folglich waren auch am Neckar die meisten Stellen nicht zugänglich. Wir brachten einige beachtliche Kilometer zu Fuß und mit dem Auto zusammen, aber das änderte an der Situation nichts das die Fische einfach nicht wollten. Wir hielten in den zwei Tagen den Wetterkapriolen stand, erleichterten unsere Ködertaschen um einige Köder, weil wir verheißungsvolle Stellen mit viel Risiko befischten, dennoch wurden wir nicht belohnt. 
Die Tage vergingen wieder wie im Fluge und trotz aller Widrigkeiten hatten wir wieder einen Heiden Spaß, natürlich wären wir froh gewesen über eine bessere Fangquote aber so ist es nun mal wen unser Hobby nicht fangen sondern fischen bedeutet. Zwei Tage später besuchte ich für zwei Stunden den Rhein, in dieser Zeit hatte sich dieser wieder etwas beruhigt. Es lief schon etwas besser, innerhalb kurzer Zeit konnte ich zwei Zander landen, keine großen, aber der Anfang ist gemacht.

 

veröffentlicht Mai 2016

Update kurz vor der Schonzeit

 

Da Ihr schon länger nichts mehr von mir gehört habt gibt’s hier einen kleinen Bericht.

Mein Start ins Angeljahr 2016 war alles andere als einfach. 2015 endete ernüchternd und zieht sich weiterhin wie ein roter Faden durch ins neue Jahr. Schneidertag auf Schneidertag reihten sich aneinander, obwohl ich auch zugeben muss das ich nicht so oft am Wasser war wie ich es eigentlich wollte. Gab es mal einen Biss dann war dieser so zaghaft das der Fisch schon gar nicht hing. Ich trotzte den Wetterkapriolen, mit Kälte, Regen und Schneeregen. Die Stunden am Wasser wurden dieses Jahr dennoch nicht wirklich belohnt,  aber auch das gehört zu unserem Hobby.

Ich hörte das so manch großer Zander am Neckar gelandet werden konnte, was dahinter steckt kann ich nicht genau sagen das es nur vom Hören sagen kommt.  Das zeigt das mit Geduld und zum richtigen Zeitpunkt ein großer gefangen werden kann. So geschah es einem Freund von mir der Mitte Februar einen schönen 85er landen konnte. Mir blieb es dieses Jahr bis jetzt verwehrt, bis auf einige Schniepel ging da nicht viel außer einem 50er der mir in den Abendstunden ziemlich krass auf meinen Gummi einstieg.  Einen kleinen Moment der Hoffnung gab’s doch mal als ich einen vermeintlichen Anfasser verwandelte und beim Drill schon merkte das dies ein gehackter Fisch war. Als dieser in der Dunkelheit  zum Vorschein kam dachte ich in der ersten Sekunde an einen kapitalen Zander, aber gleich danach entpuppte sich dieser als ein Amur Karpfen der nach einem schnellen Bild wieder seiner Wege ziehen konnte. Bald startet die Schonzeit und ich gönne den Raubfischen ihre wohlverdiente Ruhe. Diese Zeit werde ich wieder etwas verstärkt auf Karpfen angeln. Ich werde natürlich ab und an mal mit einer neuen Rute die Barsche ärgern.  Die Rute werde ich euch zu passender Zeit vorstellen. Die Wochen werden wieder rasend vorbeiziehen, dann werden auch wieder verstärkt Berichte auf meiner Seite erscheinen.

Ich wünsche Euch eine erholsame Schonzeit.

 

veröffentlicht März 2016

Auf dem Sprung in ein neues Jahr

 

Schon wieder geht ein Jahr zu ende und ich bin immer wieder erstaunt wie schnell die Zeit vergeht.

Wie jedes Jahr versuche ich das vergangene Angeljahr zusammen zu fassen. Um den Anfang dieses Jahres genauer zu verstehen muss ich einige Monate zurück ins Jahr 2014 gehen als ich damit anfing mit großen Ködern auf Zander zu angeln um heraus zu finden ob man selektiv auf die größeren Zander angeln kann. Anfang dieses Jahres kam ich zum Schluss das es nicht wirklich die kleinen von den großen selektiert, trotzdem verwendete ich in der Zwischenzeit immer wieder größere Köder, ob das mitunter ein Punkt war das mir Mitte Januar der Kapitale Zander einstieg, mag ich nicht genau zu sagen, dazu gehören noch andere Einflüsse als nur große Köder. Nach diesem Zander verging auch die Zeit wie im Fluge und die Zander machten sich rar. Hier und da gab es mal vereinzelt Fisch bis auch schon die Raubfischschonzeit inne hielt und ich mich entschied etwas langsamer zu machen. In der Zeit versuchte ich es auf Friedfische und hatte es mir zum Ziel gesetzt einen Rheinkarpfen zu fangen, was mir auch an meinem Geburtstag mit einem schönen Schuppenkarpfen gelang. 

 

Einige Wochen später standen wir erwartungsvoll vor dem Ende der Raubfischschonzeit. die ersten Tage waren wie die darauf folgenden Wochen sehr durchwachsen. Obwohl am Rhein Hochwasser herrschte hielten sich die Fänge sehr in Grenzen. An den beiden ersten Tagen gab es einige kleine Zander und Barsche und einen 72er Zander, den Start hatten wir uns trotzdem anders vorgestellt. Durch die fehlende Beisslaune der Raubfische beschritten  wir auch andere Pfade und versuchten es gelegentlich auf Karpfen, womit ich es dieses Jahr schaffte die Metermarke mit einem schönen Schuppenkarpfen zu knacken. 
Nach diesem Fang änderte sich dann schlagartig der Rhein, der Pegel sank Woche für Woche immer mehr bis wir irgendwann fast einen rekordverdächtigen Niedrigstand am Rhein hatten. Das Wasser am Rhein und auch am Neckar wurde extrem klar und das wirkte sich sehr negativ auf die Raubfischfänge aus. Wen überhaupt etwas ging dann war das im Dunklen oder sehr unauffällig mit Naturköder. Mit totem Köderfisch und Wurm an der Posenrute konnten wir Barsche und vereinzelt im dunklen Zander landen.

 

 Als es in den Herbst hinein ging und die ersten Nächte mit Frost folgten änderte sich das Verhalten der Raubfische auch nicht fühlbar, die Barsche waren nur mit Naturköder zu fangen. Kunstköder hatte ich nach einigen Versuchen aufgegeben, der Rhein war dafür zu klar. Das die Zander nur im Dunklen bissen und die immer kürzer werdenden Tage brachte mich dazu im Herbst mich an andere Ufer zu begeben. Ich entschied mich in der Pfalz fischen zu gehen. Das nicht bestehen eines Nachtangelverbots in der Pfalz war ein Vorteil da ich nicht gebunden war  immer auf die Uhrzeit zu achten. Eine ungemeine Erleichterung für jemand der  Berufstätig ist und Pflichten hat. Die Pfalz ist auch kein Eldorado für Zander, auch dort muss man sich jeden Fisch erkämpfen, dennoch schaffte ich es einen Ü80 zu landen, was nach der ziemlich langen Durststrecke schon ein guter persönlicher Erfolg war. Anfang Dezember stieg der Rheinpegel merklich und die Zander kamen wieder in Beisslaune, mehrere Bisse und mehrere Zander an einem Angel Tag waren wieder möglich. Leider waren die meisten dieser Fische, kleine Fritten die sich ohne Angst auf jeden Köder stürzten der ihnen angeboten wurden. Im Moment gehen wir sehr  auf Weinachten zu, das Hochwasser hat sich als Eintagsfliege erwiesen, der Pegel des Rhein ist wieder an einen Niedrigstand gesunken. Die Raubfische scheinen sich in ihre Winterquartiere zurück zu ziehen. 
Was die restlichen Tage des Jahres noch bringen werden, wird sich noch zeigen, ich auf jeden Fall werde mal die freien Tage genießen und zwischendurch auch am Wasser sein. Zum Schluss wünsche ich euch noch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

veröffentlicht Dezember 2015