Baitcasten

Vor- und Nachteile einer BC-Combo

 Vorteile:

-BC-Combos sind besser ausbalanciert

-wiederholen der Würfe geht sehr viel schneller vonstatten

-Ruten sind meist kürzer und handlicher, erst dadurch lassen sich viele moderne Köder überhaupt richtig führen

-mit BC-Gerät lässt sich viel Varianten und mit mehr tricks fischen als mit Stationärruten

-beim Jerken und Twitchen ist eine hängende Stationärrolle von der Ergonomie ungünstiger

-sind in der Regel ermüdungsfreier als stationäre Combos

-BCs verhindern das Überschlagen des Köders im Flug und das Verhaken im Vorfach erheblich     besser
-Schnurdrall ist bei der BC ausgeschlossen, anders bei Stationärrollen.
-BC-Combos werfen genauer/präziser als Stationärcombos.
-die Schnurstärke beeinflusst die Wurfweiten erheblich weniger als bei Stationärrollen.

Nachteile:

-BC-Combos sind meist teurer als gleichwertige stationäre Combos

-die Technik des Werfens zu erlernen, ist etwas schwieriger.

-der Anschlag an kurzen BC Ruten kann auf lange Distanz ist etwas schwieriger sein
-zum Jiggen vom Ufer mit Steinpackungen, können die Ruten etwas zu kurz sein

 -Rute, Rolle, Köder und Schnur müssen für ein passendes oder optimales Ergebnis sehr viel  genauer aufeinander abgestimmt sein als bei Stationärcombos.
- Die Wurfweiten sind mit BC Combos meistens geringer

-für das fischen gegen den Wind könnte es etwas nachteilig sein
-bei sehr leichten Ködern unter 7 Gramm ist eine Stationärcombo preislich attraktiver, bei einer BC Combo wird es sicherlich teurer

Tipps zum Ungang mit einer Baitcaster

Baitcaster o. Low Profile Rolle


1) Die Spulenbremse sollte so eingestellt sein, dass der Köder nach Betätigung des Freilaufhebels leicht ablaufen kann. Dafür die Rute leicht nach vorne gerichtet halten.

 

2) Die Magnetbremse oder Zentrifugalbremse sollte am Anfang mind. 1/2 sogar besser auf ¾ geschlossen sein oder mind. 2 Pins aktiviert lassen. Hier gilt Übung macht den Meister, mit der Zeit kann man die Bremse immer weiter öffnen oder immer mehr Pins deaktivieren.

 

3) Der Wurf an sich sollte gleichmäßig erfolgen, das soll heißen in einer fließenden Bewegung.

Ansonsten gibt es Perücken. Niemals wie bei der Stationärrolle abrupt beschleunigen.

 

4) Kein Meister ist vom Himmel gefallen, also wird es mit Garantie Perücken geben.

Passieren die Perücken am Ende des Wurfes schließt etwas die Spulenbremse und benutzt den Daumen. Ganz wichtig: Ihr müsst lernen die Spule mit dem Daumen zu bremsen bevor der Köder auf dem Wasser landet.

 

5) Am Anfang keine Würfe gegen den Wind.

 

6-7) Zu Beginn versuchen mit etwas dickeren Schnüren auf der Baitcaster zu üben, sonst gehen manche Köder verloren. Keine zu leichten Köder verwenden empfohlen ab 10-15g

 

8) Überlegt es euch gut mit dem Baitcastern, deshalb keine Billigrolle kaufen, sonst ist der Frust groß.

 
Mir bekannte Baitcaster  
   
Hersteller   Name      

 Übersetzung 

 Gewicht    Wg in g min.
 Wg in g max.
           
 Daiwa  Liberto Pixy PX68L        6,8:1    160 g          3 g         25 g
 Abu Garcia  Premier        6,4:1    179 g          6 g         30 g
 Shimano  Curado 51 E        6,4:1    196 g          5 g         30 g
 Shimano  Curado 201 E7        7,0:1    217 g          12 g         50 g
 Shimano  Cardiff 301A        5,8:1    252 g          25 g         160 g
           

Daiwa Liberto Pixy PX68L

Die Rolle ist etwas für Könner und Kenner. Die Drillbremse läuft absolut ruckfrei und hat eine hohe Bremskraft. Das Carbonhandle ist absolut leichtgängig. Die Rolle ist ein Traum und wirft Kleinstköder unter 10g unglaublich gut.

ABU Garcia Revo Premier

Die Premier ist eine der leichtesten Rolle. Mit ihr lassen sich leichte Köder werfen. Sie läuft seidenweich und ich bin zufrieden mit der Bremse da sie immer ruckfrei abläuft.

0,30er passen 145m Schnur drauf.

Shimano Curado 51E

Die Rolle war immer zuverlässig. Bremse sehr zufriedenstellend und ruckfrei. Etwas schwerer als die Premier aber dafür auch etwas preiswerter. Kann sie nur empfehlen 0,20er passen 195m Schnur drauf.

Shimano Curado 201 E7

Die Rolle ist seid 2 Jahren mein Arbeitstier bis 50 Gramm und manchmal etwas darüber.

Hat mich noch nie im Stich gelassen, die Bremse läuft zuverlässig und das können einige Hechte bestätigen. Mit etwas Pflege hält sie ewig. 0,25er passen 185m Schnur drauf.

Shimano Cardiff 201A

Die einzige Round-Profile Rolle. Zuverlässige Rolle, nehme sie für die ganz harten Jobs.

Schwere Köder sind für sie ein leichtes, die Bremse ist zufriedenstellend. Ihre Übersetzung könnte etwas grösser sein. Dickere Schnur drauf spulen mind 20er da bei einem falschen Wurf nicht gleich die Schnur reisst, sonst ist ein teurer Jerk meistens für immer verloren. 10LBS passen 190m.

 

 

Veloce & Pixy

Veloce heißt schnell und das ist die Veloce GLVC 63 ML 1/8-1/2 oz von Graphitleader auch.

Sie ist 1teilig hat eine Länge von 6,3 Fuß (1,9m) wiegt 110 gr. und ein Wurfgewicht von1/8-1/2 Oz, in Gramm sind das 3,5-14gr. Das Design der Rute ist sehr gelungen, der Splitgrip aus Duplon ist kurz gehalten mit einem Zwischenstück aus Carbon, passend dazu die Endkappe mit dem Graphiteleaderlogo und die Schmuckringe und Winding Checks in shiny gunsmoke genau wie die Beschriftung auf dem Blank in einem dezenten Gold. Zu der Optik passt der Rollenhalter von Graphitleader in der Größe 16, dazu die 8 kleinen eng anliegenden Sic Ringe die die Rute vervollständigen. Die Rute lädt (knackig Fast, würde ich sagen) sich in dem angegebenen Wurfbereich sehr gut auf, Wobbler ab 4 Gramm und kleinen Softbaits mit Beschwerungen bis zu 10gr wirft sie sehr gut. Die Rückstellkraft ist super bei der Rute.

 

Will man mit einer solchen Rute wie der Veloce Spaß haben, braucht man eine passende Baitcaster um die Combo zu vervollständigen. Es gibt einige Low-Profile Rollen auf dem Markt die Köder ab 3gr. gut werfen können. Einige Namhafte Hersteller bieten solche Baitcaster an, aber es muss auch einem klar sein das die meisten dieser Rollen einiges kosten. Dazu gibt es noch die Möglichkeit auch diese Rollen zu verbessern dadurch das man die Kugellager der Rollen durch spezielle Keramikkugellager austauscht z.B. Boca Bearings aus den USA. Ich würde aber keinem, der noch nie Kugellager an einer Baitcaster getauscht hat, empfehlen es zu machen, diese Rollen fangen bei 300 € an und da kann es ganz schnell nach hinten losgehen mit dem Lager wechseln. Wer es machen mag der kann einiges an Beschreibungen im Internet finden und ich werde auch mal einen Bericht hier reinschreiben wie das mit dem Lagertausch an einer Baitcaster klappt. Meiner Ansicht nach die passende Baitcaster für die Veloce ist die PX68L Liberto Pixy von Daiwa. Als ich sie das erste mal in meinen Händen hielt war ich restlos begeistert.

 

Offizielle Beschreibung der Rolle:

Das Daiwa Top-Modell im Baitcast-Bereich aus Japan! Die neue LIBERTO PIXY 68L. Durch den Gehäuseaufbau aus einer Magnesium-Legierung gehört diese Rolle mit einem Gewicht von nur 160g zu den leichtesten Baitcast-Rollen auf dem Weltmarkt. 

Die Übersetzung von 6.8:1 ermöglicht ein Fischen mit allen modernen Techniken des Spinnangelns. Das MAGFORCE-Z Bremssystem kann vollkommen auf O gestellt werden und ermöglicht geübten Werfern extrem hohe Wurfweiten.

Durch den nur als perfekt zu bezeichnenden Spulenfreilauf eignet sich die PIXY 68L hervorragend zum Fischen mit kleinen und kleinsten Kunstködern.
Eben die, die mit den meisten Baitcast-Rollen nicht richtig geworfen werden können!

 

Das Design der Rolle ist toll, dazu passend die Kurbel aus Carbon. Die Rolle wirft nach Angaben des Herstellers ab 5gr. Als geübter Werfer kann man auch unter die 5gr kommen, was dabei noch etwas bringt ist wie oben schon erwähnt der Austausch der Lager.

Den Austausch nahm ich nach einigen Wochen vor und war nach einiger „Einwurfzeit“ sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Bespult mit der Stroft GTP R - Typ 2 ist die Rolle ein Wurfwunder. Mit so einer Combo macht es viel Spaß Köder in wirklich kleinen und leichten Dimensionen zu angeln und jeder Biss und Drill ist ein Vergnügen.