Mitchell Mag Pro Extreme 500

Auf der Suche nach einer Rolle zum leichten Barschangeln hatte ich schon einige in der Hand die in Frage gekommen wären, aber ich wollte etwas bewährtes und natürlich optisch Ansprechendes in der Hand halten.

Nach einigem hin und her entschied ich mich für ein Modell das sich schon etwas länger auf dem Markt bewährt hat, und das ist eine Rolle aus dem Hause Mitchell. Die große Schwester hatte sich in der Zwischenzeit beim Zanderangeln bewährt, somit fiel es mir auch nicht schwer die kleine Schwester in der 500er Größe mir anzuschaffen. Mit einem guten Preis seitens meines Fachhändlers wanderte die Rolle über den Tresen. Was soll ich sagen, die Rolle machte schon nach dem Auspacken einen guten Eindruck, schön leicht mit nur 180g und doch robust mit einem gelungenen Äußeren. Die Rolle wurde flugs mit einer 0,8 Daiwa Tournament bespult und die ersten Würfe, mit kleinen Softbaits und verschiedenen Finessrigs, am Wasser bestätigen den ruhigen und guten Lauf der Rolle. Beim Werfen fliegt die Schnur tadellos über den Rand der Spule und beim ein kurbeln zeigt sich wieder ein sehr gutes Wickelbild auf der Spule. Besonders gut gefällt mir der solide Rollenbügel und der Carbon-Kurbelarm mit dem EVA-Soft-Grip-Knauf. Dass die Bremse der 500er genauso gut läuft wie bei ihrer großen Schwester bestätigte sich auch beim Drill so mancher Räuber. Eine kleine Angabe stört mich doch, dass die Rolle mit 9+1 Kugellager angegeben wird, da ich diese Summe nicht so ganz finden konnte, wahrscheinlich ein steigerndes Kaufargument für diejenigen die daran glauben das viele Kugellager eine Rolle besser machen. Mein Fazit; sie hat mich bist jetzt genau wie ihre größere Schwester (die 2000er) nicht enttäuscht, Kugellager hin oder her, mit einem Preis von ca. 140€ ist sie eine Kaufempfehlung für Leute die eine gute, leichte und zuverlässige Rolle besonders für das leichte Barschangeln suchen.

 

Herstellerangaben:

Modell: 500
Bremse: FD

Schnureinzug: 69 cm
Kugellager: 9+1
Übersetzung: 5.2:1
Gewicht: 180g
Schnurfassung: 130/0,18mm

 

Extrem leichte, doppelt eloxierte Aluminium-Spule mit Carbon-Einlagen
Ersatzspule aus Aluminium
Stabiler Bügel Arm aus Aluminium
Titanium-Anti-Twist-Schnurlaufröllchen
Kurbelarm aus Carbon mit Soft-Grip-Knauf aus EVA-Material

 

Lieferung in Neopren-Tasche

  

Prologic Savage Gear Bushwahcker

Das Jahr ist schon wieder Fortgeschritten und wir haben Juli 2013, die Barsche haben auf sich warten lassen.

Jetzt sind sie endlich da und somit wird es für uns Zeit uns auch mehr auf sie einzuschießen, damit einhergehend bekam ich Lust eine neue Rute für die diesjährige Barschjagd einzusetzen. Da ich schon immer Lust hatte eine Bushwhacker zu fischen fiel meine Wahl auf eine Rute aus dem Hause Savage Gear.

Als ich das erste Mal die Prologic Savage Gear Bushwhacker mit einer Länge von 2,13m und einem Wg. von 10-30gr aus dem schönen Stofffutteral rausholte fiel mir auf wie leicht die Rute mit ihren 127g in der Hand liegt. Der Original Fuji Gold Label Rollenhalter ist sauber mit dem Japanischen Eva Griff verbunden und macht durch die mittige Teilung des Griffes was her. Nicht unbedingt notwendig aber schön das auch an einen Hakenhalter gedacht wurde. Die 7+1 Einstegringe SIC-Ringe sind sauber gebunden und verklebt besonders gut gefallen mir die letzten 3 Mikroringe und der Spitzenring der Rute der durch sein Design ein verwickeln der Schnur verhindern soll. Als Partner für die Rute entschied ich mich für die Daiwa Caldia 2000x mit der die Rute sauber ausbalanciert ist. Als Alternative würde auch die 500er Mag Pro Extreme von Mitchell (zu dieser Rolle gibt es später noch einen Bericht) passen.

Die Rute soll als Allroundrute für Soft- und Hardbaits herhalten, im Notfall auch mal für Mini-Spinner. Die ersten Würfe mit der Rute verliefen vielversprechend, der Lauf der Köder ist sauber zu spüren. Die Wurfweite mit einer 0,8er Schnur aus dem Hause Daiwa und Köder auch unter der 10g Marke waren sehr zufrieden stellend. Der erste Fisch ließ auch nicht lange auf sich warten und die Rute wurde mit einem 25er Barsch eingeweiht. Der Barsch hatte auf einen kleinen Wobbler gebissen, der Drill ging sauber über die Bühne auch dank der sensiblen und gut arbeitenden Spitze. Die Rute hat ein hartes Rückgrat falls doch mal etwas Größeres einsteigen sollte. Einige Tage später hatte ich auch schon fast das Glück, das gesamt Potenzial der Rute zu erfahren da ein Ü70er Rapfen im Uferbereich nur knapp an meinem Köder vorbeigeschossen war. Seitdem hat die Rute so manchen Drill hinter sich, angefangen bei kleineren Barschen, über mittlere Rapfen bis zu einem 62 Hecht und sie hat das alles ohne Probleme mitgemacht. Ich bin mir sicher, dass sie mir noch viel Spaß bringen wird. Die Rute gibt es im Fachhandel ab ca. 70€, aber es gibt immer wieder das eine oder andere Angebot im Netz, falls sie dort unter 70€ zu haben sein sollte, dann ist es eine echte Kaufempfehlung.

 

Herstellerangaben:

Länge 213 cm

Gewicht 127 gr

Wurfgewicht 10-30 gr

2-teilig

Original Fuji Gold Label Rollenhalter

Hochwertige SIC Ringe

Japanisches EVA

 

Veröffentlicht  August 2013

Aus Gut mach Besser

Ein unerfreuliches zusammen treffen zwischen dem Führungsring meiner Prowla Greys Rute und einem Stein, wobei der Führungsring den kürzeren gezogen hat, hat mich nicht nur veranlasst den Führungsring auszutauschen sondern auch einige optische und nützliche Veränderungen an der Rute vorzunehmen.

Hautsächlich ging es mir dabei um die Kopflastigkeit und den etwas zu kurzen Griff der Rute zu optimieren. Da ich sehr gerne mit dieser Rute unterwegs bin wollte ich ihr etwas gutes gönnen, das bedeutete das die Zusammensetzung der Einzelteile hochwertig sein musste.

Somit bestellte ich angefangen beim erstklassigen Duplon bis hin zu den Verziehrungen aus echtem Carbon und dem Rollenhalter nur das Beste das ich finden konnte, darum sind die meisten Teile von der japanischen Firma Matagi. Nach dem mühevollen Strippen des Griffteiles und abschleifen der Klebereste, konnte der Aufbau auch anfangen. Der Rollenhalter von Matagi rutschte um ein paar cm weiter nach vorne um der Rute mehr Ausgeglichenheit zu verleihen und um die Grifflänge zu verlängern (dadurch ergibt sich z.b. eine bessere Hebelwirkung beim Auswerfen). Nach dem die Einzelnen Duplon- und Carbonteile nachgearbeitet wurden, wurde alles mit den dazu passenden Winding Checks am Griff montiert und verklebt. Bei der Zusammensetzung der Teile wollte ich das alte Erscheinungsbild der Rute beibehalten, das heißt schwarz, rot und carbon, über die Bindungen der Ringe bis zum Ende des Griffes sollte die Rute wie aus einem Guss aussehen. Die Rute bekam noch etwas Gewicht in den Griff, um genau zu sein waren es 42g womit die Rute mit der entsprechenden Rolle sauber austariert in der Hand liegt. Der Zusammenbau der Teile gestaltete sich doch ziemlich einfach, erst beim binden und lackieren der Ringe und Winding Checks wurde es etwas schwieriger, da kommt es auf das saubere ausrichten, binden und lackieren an, da man sich dabei kaum Fehler erlauben darf, den im nachhinein ist es zu sehen und man darf von vorne beginnen. Trotz allem bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Aussehen der Rute ist nach meinen Vorstellungen gelungen und das Handling hat sich zum positiven Entwickelt. Ich freue mich schon wieder auf den ersten Biss der durch die Rute gehen wird.

 

Einige Zeit später hatte ich das Vergnügen eine andere Spinnrute des gleichen Herstellers zu ändern, diesmal wollte aber ein Kumpel von mir das der Rollenhalter der Rute bleibt, dafür sollte der hintere Teil als Split Grip aufgebaut werden aber diesmal mit Kork. Die Rute wurde von dem alten Griff befreit und ich konnte die entsprechenden Maße abnehmen. Tage später kamen auch schon die benötigten Teile und der Aufbau der Rute konnte beginnen. Die entsprechenden Teile wurden überarbeitet und angepasst, der Griff wurde wie gewünscht verlängert, danach fand der Stufenweise Zusammenbau der Rute statt der eigentlich ziemlich schnell von der Hand ging. Am Ende fand das Austarieren der Rute statt, dafür musste ich im Griff knapp 50g Gewicht verarbeiten bis die Rute mit der entsprechenden Rolle sauber in der Hand saß. Ich bin mit dem Ergebnis Zufrieden und hoffe das meinem Kumpel das Ergebnis auch gefällt, er muss ja damit Angeln.