Die Zanderkant

Obgleich die erste Lieferung der Zanderkant ziemlich schnell vergriffen war ich einer von denen die eine ergattern konnte.

Nach dem Öffnen des Kartons hielt ich ein schickes schwarzes Futteral in der Hand, das nach wenigen Handgriffen die Zanderkant frei legte. Die schlichte Optik der gefiel mir auf Anhieb, das grau mit silbernen Akzenten und dem durchgehenden Korkgriff machen was her, besonders gut gefallen hat mir der eingravierte Rutenname im Korkgriff. Die Daten der Rute von Quantum lesen sich wie folgt, Länge 265 cm, Transportlänge 137 cm, WG 15-90 g, Gewicht 236 g und eine Haken Öse direkt am ersten Führungsring. Das die Zanderkant in Zusammenarbeit mit Quantum entwickelt wurde sieht man an den Ringen, die bei Quantum seit einigen Rutenserien wie der Smoke klein gehalten werden, am auffälligsten anhand der ersten zwei Ringe zu erkennen, diese sind im Durchmesser kleiner als die Durchschnittsgröße anderer Zanderruten. Am meisten neugierig war ich aber auf die Aktion der Rute, die im Vorfeld als sehr steif und hart angepriesen wurde. Durch die Erfahrungen die ich über die Jahre mit anderen Zanderruten gemacht habe war ich jetzt sehr gespannt wie die ersten Würfe und der Bodenkontakt mit dieser Rute sein würden.

Nach den ersten Würfen am Wasser war ich überaus erfreut das die Grifflänge der Zanderkant für meine Größe von 183cm optimal ausgefallen ist. Der Finger kann vorne auf den Blank gelegt werden, da hätte ich mir aber eine etwas kürzere Länge des Vordergriffs gewünscht. Die ersten Würfe waren durch den sehr steifen Blank etwas gewöhnungsbedürftig. Man muss diese Rute und ihre Wurfeigenschaften erstmal kennenlernen um das Optimum an Wurfweite aus ihr rausholen zu können, aber nach der Eingewöhnung lässt es sich mit ihr super werfen.

Fazit: Hier kommen wir jetzt zu meiner Objektiven Meinung zur Zanderkant, die natürlich nicht die Meinung anderer wiederspiegelt. Das die Rute mit 15 bis 90 g angegeben wird ist ein weites gefächertes Spektrum das sicherlich nicht komplett von dieser Rute erfüllt werden kann und wird. Wer hier mit der Zanderkant die Eierlegende Wollmilchsau erwartet irrt sich doch schon einigermaßen. In Anbetracht der Erfahrungen die ich mit der Zanderkant sammeln konnte fängt das angenehme Wurfgewicht bei Jigköpfen um 18g plus Gewicht des Köders an, darunter verliert sie an Präzision und Gefühl. Die Anbringung der Haken öse am ersten Führungsring war mal eine neue vielleicht für auch für andere keine schlechte Idee. Für mich ist es nicht der beste Platz für eine Haken Öse, den es ist schon einige Male der Fall eingetreten das die Schnur an der Haken Öse hängen blieb. So etwas gefällt mir gar nicht, wenn besonders dann nicht, wenn ich einen besonderen Köder dran habe bei dem ich Gefahr laufen könnte ihn durch eine Haken Öse zu verlieren. Betreffend die Präsentation der Köder am Grund, da gibt es nichts auszusetzen die gängigen Gewichte und Köder lassen sich super führen, der Bodenkontakt ist hervorragend zu spüren, egal ob beim Faulenzen oder beim Jiggen. Was die Bisse angeht bleibe ich so Fair und sage das ich erst einen 72er Zander landen konnte und zwei Bisse hatte die ich nicht verwerten konnte und da hat sich die Zanderkant nicht schlechter aber auch nicht wirklich überragend besser angestellt als andere gute Zanderruten. Was die Aktion und das Rückgrat der Zanderkant angeht konnte ich diese anhand eines Drills mit einem großen Wels schon einige Minuten austesten und in dieser Hinsicht gibt es für mich keine Bedenken das sie ihren Job nicht gut machen könnte, obwohl ich hier sagen muss, das dies etwas Erfahrung voraussetzt bei der harten Rute den der Wels machte einige lange Fluchten am Stück dabei konnte ich mir ein Bild davon machen wie das Rückgrat und die Spitze der Zanderkant arbeiten. Nur das ausschlitzen des Hakens setzte dem Drill dann ein Ende. Noch einige Worte zur Kopflastigkeit der Rute, als Beispiel mit einer Rolle von 260 g ist die Rute ca. 1cm vor dem Vorgriff ausbalanciert, könnte besser sein aber hält sich ganz gut in Grenzen.  Mit ca.130€ liegt sie in einer guten Preislage für eine Zanderrute und wird wohl eine wirkliche Konkurrenz zu anderen gängigen Zanderruten werden.

 

Ein letztes Fazit zum Fazit: Die Zanderkant ist für mein Empfinden trotzdem nichts für Anfänger, einfach aus dem Grund da diese Rute im Vergleich zu den meisten Ruten auf dem Markt einen sehr steifen Blank hat der keine Fehler verzeiht. Besonders den Drill eines Zanders mit dieser Rute in Verbindung mit einer guten Rolle und deren bestens laufenden Bremse sollte man beherrschen, denn auch wenn ich persönlich meistens einen Zander im Drill hart rannehme bedeutet dies nicht das eine kaum nachgebende Spitze beim Landevorgang immer von Vorteil ist.

Veröffentlicht März 2015

Fox RAGE Ultron Spinning Big Lures

Was die Ultron Spinning Big Lures angeht, bin ich gerade so oft dazu gekommen mit ihr zu angeln das ich mir meine Meinung dazu bilden konnte.

Sie ist leicht, ist ziemlich schnell, hat eine ansprechende Optik, an der Verarbeitung der Rute gibt es nichts auszusetzen und sie ist für das mittelschwere Spinnfischen gedacht. 

Es gibt wirklich nichts Schlechtes über diese Rute zu sagen aber ihr kennt doch sicher dieses Gefühl wen man sich gegenüber steht und weis der andere ist kein schlechter Typ aber eine Freundschaft wird das nicht werden. So ist es mit uns beiden, bei jedem zusammentreffen mit ihr hat das gewisse etwas gefehlt. Sie lädt sich gut auf aber der letzte Tick fehlt, sie wirft weit aber der letzte Meter fehlt und der Kontakt zum Köder ist da aber eben das bisschen mehr Gefühl fehlt. Die Rute ist mit 240 cm, ihren 210g und einer 3000er Rolle kurz vor dem Handteil ausbalanciert. Köder wie große Wobbler und Gummiköder am Bleikopf lassen sich mit ihr ganz gut werfen und auch ganz gut führen, alles was unter 25g geht ist schon nicht mehr wirklich ein Vergnügen an dieser Rute, da fehlt beim Jiggen oder Wobblern einfach die Rückmeldung, dafür sind ja die ab 30g angegeben werden jetzt viele sagen. Wen jemand eine Rute für größere Köder sucht und sich im klaren ist das Köderspektrum von 25g nicht unterschreiten zu wollen findet in dieser Rute eine solide und ganz gute Allround Spinnrute im Preissegment von ca. 110 €.

 

Herstellerangaben:

240 cm Wg 30-80g Transportlänge 123 cm Gewicht 210g

Ausstattung

Extrem leichter Carbon Blank

FOX SLICS Ringe

Original FOX Schraubrollenhalter

Schlanker Premium EVA-Griff

Daiwa Lexa 3000 SH

Der Kauf dieser Rolle war ein reiner Impulskauf, ich nahm sie in die Hand fand sie vom Lauf wie vom Aussehen her auf Anhieb ansprechend und für den damaligen im Fachgeschäft angebotenen Preis ging sie auch schon über die Ladentheke.

Nach einigen Monaten an meiner Greys und heftigem angeln auch mit größeren Köder im Bereich von 18 cm und Köpfen bis 25 g trat kein Problem auf, kein Spiel in der Kurbel, kein rattern im Getriebe oder sonstiges. Die Rolle macht seit dem ihren Job solide und tut das was sie tun soll, nämlich mir helfen Fische zu fangen. Dass die Rolle mit 335g in der 3000er Version kein Leichtgewicht ist kann ich absolut verschmerzen, den nicht die Rolle allein macht es aus ob eine Combo gut in der Hand liegt. Dafür bietet mir die Rolle mit einer Übersetzung von 6,2:1 einen Schnureinzug von 105cm, da reicht eine Kurbelumdrehung aus um einen Köder vom Grund auf schnell und sauber zu beschleunigen, besonders in der warmen Jahreszeit auf Zander ein Vorteil. Anhand der öldurchtränkten Filzbarriere kann ich die Rolle auch mal einfach auf den Boden legen ohne gleich Angst zu haben das unerwünschter Schmutz eindringt. Da ich mein Angelgerät auch irgendwo als Arbeitsgerät ansehe, kann und will ich dieses auch nicht immer mit Samthandschuhen anfassen und somit kommen mit der Zeit Stöße oder Kratzer an die Rolle, und diese hat die Lexa bis heute mühelos überstanden.

Im Netz ist eine Lexa 3000 SH ohne Ersatzspule für rund 100€ zu bekommen, alle die noch mehr sparen wollen, mit etwas Mühe kann man sie noch für weniger finden. aber auch für den angebotenen Preis finde ich das sie eine wirklich gute und solide Rolle ist bei der es sich lohnt mal einen Blick zu riskieren. Für den angebotenen Preis ist die Lexa eine solide verarbeitete Rolle die sicher für eine lange Zeit einen guten Job machen wird.

 

Herstellerangaben:

Hard Body Z

High Speed Übersetzung 6,2:1 105 cm Schnureinzug

Gewicht 335 g

Air Rotor

Soft Touch Kurbelknauf

Gyro Spin

Air Bail

 

Savage Gear Roadrunner XLNT Reiserute, 243 cm, 20 - 80 g, 4 Teile

Kurzer Stock der in den Koffer passt, war das was mich veranlasste mir eine Reiserute zuzulegen.

Urlaube mit meiner besseren Hälfte sind keine Angelurlaube aber, wenn man am Meer ist juckt es schon das eine oder andere Mal in den Fingern. Die letzten Jahre nahm ich entweder kein Angelzeug mit und bereute es im Nachhinein oder nach ewiger rum Telefoniererei mit den Fluggesellschaften und mit der Gefahr im Nacken saftige Aufpreise für ein Transportrohr bezahlen zu müssen, nahm ich einfach eine oder 2 Spinnruten mit auf die Reise.

Irgendwann reichte es mir und es wurde Zeit für eine Reiserute mit kompakter Größe die nicht zu viel Platz im einem Koffer wegnimmt. Nach einiger Suche entschied ich mich für eine eher kostengünstige aber trotzdem recht gute Rute, nämlich der Roadrunner XLNT von Savage Gear. Eine 4 teilige Rute in einer Länge von 243cm mit 20 bis 80g Wurfgewicht, die wohl die gängigsten Köder für einen Kurztrip ans Wasser abdecken würde.

 

Der Blank ist trotz seiner vier Teilung schnell und feinfühlig, gepaart mit der 3000er Daiwa Theory und einer 0,12 Schnur habe ich alles an Kunstköder werfen können, auch größere Spinner ließen sich zur Not mit ihr werfen, obwohl sie dafür nicht wirklich geeignet ist. Besonders gut ließen sich natürlich Shads am Bleikopf und Mefoköder aus Blei werfen, Wobbler ab 12 cm Größe kamen auch auf recht beachtliche Weiten. Die Verarbeitung der Rute ist top, keine der Zapfenverbindungen hat sich beim werfen unfreiwillig gelockert oder gelöst. Für eine Rute die im unteren Preissegment liegt ist die Optik aber auch die Verarbeitung Top, die SIC Ringe sind von guter Qualität und sind sauber gebunden und gut verklebt. Der Gold Label Rollenhalter hat jederzeit die Rolle fest in seinem Griff und die beiden verarbeiteten Materialien am Handteil, Kork und Duplon sind sauber verklebt.

Die Tatsache das die Rute mit flach gehaltener Rutentasche eine Gesamtlänge von nur 66cm ausmacht war für mich ein entscheidendes kauf Argument. Die Rute wird in einer Stoffhülle mit vier einzelnen Fächern verpackt bevor sie in der Tasche mit 2-Wege- Reißverschlüssen verstaut werden kann.

Stoffhülle und Tasche sehen und fühlen sich hochwertig an und erfüllen ihren gedachten Sinn, erst hatte ich bedenken das ein Transportrohr wohl geeigneter wäre, aber trotz aller Bedenken geschah der Rute nach einigen Flügen nichts.

Eigentlich wollte ich die Rute in meinem Urlaub einweihen was mir aber nach einem Nachläufer und einem verlorenen Fisch im Drill leider nicht gelang. Im heimischen Rhein, konnte ich beim Probefischen mit Gummi am Jigkopf einen Barsch landen, der Anhieb und das Ausdrillen an der Rute gingen ohne Probleme über die Bühne. Durch die Aktion des Blankes ist die Rute auch gut für Leute geeignet die auf Zander und Hecht mit dem Fahrrad los gehen wollen und so wenig Gepäck wie möglich mit sich nehmen wollen.

Fazit; rund 75 € für eine Spinnrute mit einer guten und straffen Aktion, bei einer Transportlänge von 66cm, die allzeit griffbereit und platzsparend im Auto oder im Rucksack verstaut werden kann, was will man mehr. Daher eine klare kauf Empfehlung von mir für jeden der platzsparen unterwegs sein will, egal ob auf Reisen oder am heimischen Gewässer.

 

Veröffentlicht August 2013

Shimano Speedmaster AX Mort Manie 270

Shimano Speedmaster AX Mort Manie 270 50-100g Wg ist eine neue Anschaffung für meine kleine Rutensammlung. Achtung nicht mit der Beastmaster Mort Manie verwechseln!

Obwohl ich schon eine ganz gute Auswahl an Zanderruten mein Eigen nennen darf komme ich nicht daran vorbei immer wieder einen Blick in den Rutenwald verschiedener Angelläden zu werfen. Dabei finde ich manche Rute finden die mich dann nicht mehr los lässt.

So ist es auch bei er Mort Manie gewesen, die Rute war mir nicht gänzlich unbekannt, das wenige das ich, ganz beiläufig, über sie im Vorfeld mal gelesen hatte und das beschnuppern der Rute im Fachgeschäft waren Attribute die die Mort Manie einen festen Platz in meinem Rutenständer einnehmen ließen.

Die Mort Manie ist eigentlich eine Entwicklung für den französischen Markt gewesen, dort wird/wurde sie viel für das angeln mit dem Drachkovitch-System eingesetzt.

In einem der wenigen Foren in denen mal der Name Mort Manie fällt, las ich folgende Aussage; Die Rute ist nichts für Otto Normal Angler! Und nach den vielen Stunden die ich mit dieser Rute am Wasser verbringen durfte kann ich dies nur bestätigen, aber mehr dazu etwas weiter hinten im Text. Die Rute wiegt angenehme 190g und ist mit ihren 50-100g Wg etwas fürs mittlere bis schwere Zanderangeln. Die mitgelieferten Kontergewichte die im Griff eingeschraubt werden können gleichen die Kopflastigkeit der Rute aus und erlauben somit ein ermüdungsfreies Angeln über einen langen Zeitraum. Obwohl die Rute etwas fürs schwerere Angeln ist sind die Ringe und besonders die Spitzenringe sehr filigran gehalten, da ist etwas Vorsicht geboten. Der Blank ist knochenhart, daraus ergibt sich eine aggressive Spitzenaktion mit einem harten Rückgrat. Große Gummifische ab 16cm gepaart mit Jigköpfen ab 28g lassen sich problemlos mit ihr werfen. Entgegen einiger wenigen Meinungen im Netz komme ich auch mit kleineren Ködern und weniger Gewicht gut zurecht, alles eine reine Gefühlssache. 

 

Bei einem Zanderbiss lässt die Mort Manie einen spüren was man von einer solchen Rute erwartet, das Einsaugen eben dieser Tock der wie ein Stromschlag durch den Blank der Rute bis ins mit Naturkork besetzte Handteil geht, wortwörtlich ein wahrer Genuss den Biss zu spüren. Biss, Anschlag der Haken sitzt und nun erfolgt der Drill des Fisches und da erfordert es bei der Mort Manie mehr Vorsicht als bei einer weicheren Zanderrute mit Spitzenaktion. Hier aber spätestens bei der Landung sollte man das Zusammenspiel der Rute mit der Rolle und ganz wichtig einer bestens arbeitenden Bremse beherrschen den sonst verliert man den Fisch.

Die Rute ist etwas für Könner und für Angler die mal etwas Anderes suchen, für diejenigen die schon fast alles in der Hand hatten und mal eine andere und aggressive Aktion erleben wollen.

Die Rute ist für ca. 150€ zu haben, für die vorhandene Qualität mehr als ein fairer Preis. Was wohl eher schwieriger sein wird ist einfach in ein Fachgeschäft zu gehen und diese zu kaufen, da muss man schon viel Glück haben eine Mort Manie zu finden.

 

Veröffentlicht Juni 2014

Daiwa Theory

 

 

Herstellerangaben:

• Washable Konstruktion
• 4 Kugellager
• ZAION Rollenkörper
• AIR Rotor
• DigiGear-II gefrästes Getriebe
• Silent Oscillation System
• GyroSpin
• Infinite Rücklaufspere
• AirBail Rollenbügel
• Longlife Bügelfeder
• Twist Buster II Schnurlaufröllchen
                                                      • Ersatzspule

 

SS3 Black Assassin

SS3 ein viel gelobter Blank in Rutenbaukreisen. Anlass genug für mich ein Projekt daraus zu machen und jetzt wo es fertig ist es euch vorzustellen.

Ich entschied mich für den SS3 in 2,70 m mit einem Wurfgewicht von 5-60g um daraus eine Zanderrute zu bauen. Als ich den Blank bestellte war ich mir wegen der Optik der werdenden Rute noch nicht ganz im Klaren. Als ich den Blank endlich in der Hand hielt wurde mir klar, dass ich ihn lackieren wollte da mir das Erscheinungsbild des Blanks nicht gefiel. Die Optik der Rute sollte schlicht gehalten werden und trotzdem einmalig aussehen. Da man aber an einer Rute wenig personalisieren Teile einfach vorgeben sind, entschied ich mich dazu die Duplonteile als Rohlinge zu bestellen um selbst das Hand Teil zu designen. Bei den Teilen wie Winding Checks und Griffteile entschied ich mich sie einfach anfertigen zu lassen. Ein Bekannter drehte mir die Teile nach von mir gefertigten Zeichnungen und eine mir bekannte Firma eloxierte die Teile zu guter Letzt schwarz matt. Das Design der Rute schwirrte mir schon lange klar im Kopf herum. Ich entschied mich schon von Beginn an die Rute komplett in schwarz bevorzugt schwarz matt aufzubauen, somit waren auch einige Namen für die Rute in der engeren Auswahl, zu guter Letzt bekam sie den Namen „Black Assassin“.

 

Aber nun zu dem Weg wie die Rute entstand! Erstmals kürzte ich den Blank im Hand Teil und in der Spitze um 2,5 cm, um in der Spitze etwas mehr Straffheit zu bekommen. Danach wurden die Blankteile schwarz matt lackiert und die Duplonteile bearbeitet. Zwei Wochen später hatte ich auch endlich die fertigen eloxierten Teile der Rute und die bestellten SIC-Ringe in der Hand. Ich baute das Hand Teil der Rute erst mal auf und achtete penibel darauf das sie am Ende mit einer Rolle um die 250g sauber austariert ist. Die Duplon-, Schmuckteile und der Skeleton Griff wurden angepasst und danach verklebt. Die Windungen wurden mit schwarzem Faden gebunden und danach lackiert. Dan wurde der Startring gebunden und lackiert im passenden Verhältnis zu dem Rollenhalter und den restlichen Ringen, das nahm einige Tage in Anspruch da das trocknen des Lackes berücksichtigt werden musste. Dann folgte der zweite Teil der Rute, die Ringe wurden gebunden und lackiert und dann trockenen gelassen. Nach dem das ganze Prozedere beendet war gab es erst mal ein Probeangeln bevor die End Kappe mit dem nötigen Ausgleichsgewicht im Hand Teil und die endgültige Beschriftung des Blankes vollendet werden konnten. Nach dem Probefischen stand fest das ein Ausgleichsgewicht von 25 g im Hand Teil zum austarieren der Rute ausreichen würde. Somit wurde auch dieser Arbeitsgang schnell über die Bühne gebracht. Das bekleben der Rute mit den Decals wie Namenszug und Angaben der Rute, wurden noch vorgenommen und alles danach sauber mit Klarlack überlackiert um es vor äußeren Widrigkeiten zu schützen und schon hielt ich meine neue SS3 fertig in meinen Händen.

 

Meiner Meinung nach ist mir die SS3 sehr gut gelungen, von der Aktion her ist sie zwischen X-Fast und Fast einzuordnen wohl eher in Richtung Fast. Dennoch sie könnte nach meinem Geschmack eine schnellere Spitzenaktion haben, dessen ungeachtet eine gelungene Rute mit der ich sicher meinen Spaß am Wasser haben werde. Einsatzgebiet der Rute für sind Shads bis max. 12,5 cm und Jigköpfen bis max. 20g.

Das erste Mal angeln mit der Black Assassin war schon ein voller Erfolg, ein Zander und ein Barsch waren eine standesgemäße Einweihung für die Rute.

 

Veröffentlicht 2011

 

Spro Passion Premium Carbon Spin Light TFX-8

Habe vor einigen Tagen in meinem Rutenwald etwas Ordnung gebracht, da fiel mir eine Rute in die Hand die ich schon einige Jahre besitze und die es mir Wert war hier einen Testbericht zu schreiben.

Dabei handelt es sich um eine Spro Passion Premium Carbon Spin Light TFX-8. Damals war der Kauf dieser Rute ein reiner Zufall, bei einem Auflösen eines Angelladens war diese Rute unter unzähligen versteckt in ihrem Futerral im Eck gestanden, durch Zufall ging meine Hand zu ihr. Also packte ich sie aus und fand sie auf Anhieb Optisch ansprechend.  Erstmal die Rute genauer ins Auge gefasst dabei fiel mir ihr Gewicht auf bei 2,40m wiegt sie 150g und hat dabei 7+1 SIC Einstegringe die zu diesem Gewicht beitragen.

Die Rute ist vom optischen mal etwas anderes, der Griff fällt besonders ins Auge, der untere Duplongriff sieht ähnlich eine Pistolengriffs aus und wird durch ein schönes verziertes Aluteil vom vorderen Duplongriff der sich um einen schönen Rollenhalter mit Aluringen schmiegt. Schraubt man eine gängige 2500er Rolle in den Rollenhalter ist die Rute sauber ausbalanciert und lässt sich mit ihren 22-48g Wurfgewicht Stundenlang auf unsere heimischen Räuber fischen. Besonders Köder um die 8 bis 12,5cm und Jigköpfen bis max. 25g lassen sich gut führen, dabei durfte ich schon den einen oder anderen Zander mit dieser Rute drillen, da der Biss mit dieser Rute sauber bis ins Handteil zu spüren ist, der Anhieb sauber durchgeht und sie es schafft jeden gängigen Zander ohne Probleme zu ermüden und zu landen. Mit ü 28g Jigköpfen wird die Rute zu ungenau, somit nicht besonders Empfehlenswert das Wurfgewicht zu überschreiten. Oberhalb des Rollenhalters führt sich das Design der Rute optisch gesehen sauber weiter durch die saubere goldene Schrift und die edlen und sauberen Bindungen wird die Rute aufgewertet. Die Rute gefällt mir auch Heute noch und deshalb bekommt sie auch mal das eine oder andere Mal die Chance mit ans Wasser zu gehen. Ich habe damals für diese Rute ca. 45€ bezahlt und es war ein wirkliches Schnäppchen das ich nie bereut habe, denke das es Heute etwas schwierig sein könnte genau dieses Modell irgendwo zu bekommen, vielleicht findet sich noch die eine oder andere Rute bei einem Angelhändler irgendwo in einem der hinteren Rutenständer verborgen. P.S. Einige Tage später fand ich bei dem genannten Händler noch mal ihre kleine Schwester auch in 2,40m Länge aber mit einem Wurfgewicht von 10-28g und konnte bei eine guten Angebot nicht widerstehen sie auch mein eigen zu nennen, sollte als Barschrute gedacht sein aber hat über die Zeit auch den einen oder anderen größeren Räuber zum Landgang überredet, dabei war ein Wels von 1,15m dabei, das könnt ihr aber im Raubfischberreich nachlesen. 

 

Veröffentlicht 2014