Greys Prowla Specialist Platinum

Wie Ihr vielleicht in der Vergangenheit gesehen habt habe ich schon einige Versionen der Greys Platinum Ruten im Einsatz gehabt, also war es nur eine Frage der Zeit bis die letzte und leichteste Version Verwendung bei mir finden würde.

Bei dieser leichten Version handelt es sich um die Greys Prowla Specialist Platinum in einer Länge von 244cm und einem Wurfgewicht von 10 bis 25 g. 

Die Rute, glänzt so wie ihre größeren Schwestern mit einer tadellosen Verarbeitung. Die Lackierung ist sauber, die großen SIC Ringe sind ordentlich gebunden, der schlanke Kork macht einen guten Eindruck und der Rollenhalter mit der Aussparung zum Blank habt mir schon immer gefallen. 
Auch bei diesem Wurfgewicht ist die Rute kein Schwabbelstock, das angegebene Wurfgewicht ist realistisch, man kann sogar etwas über die 25 g hinaus gehen. Da es die erste Version der Platinum ist fehlt das Kontergewicht an der Rute, aber bei dieser filigranen Rute spielt die Kopflastigkeit keine große Rolle, da ich sie sowieso meistens in Verbindung mit einer 2500er Rolle verwende. Eigentlich ist sie für das reine Gummifischangeln auf Barsche gedacht aber ich setze sie auch mal zum Wobbler angeln ein und da reichen die Wurfweiten mit einem 10 g Wobbler auch völlig aus wenn es zwischen die Buhnen des Rheins geht. Mit Gummifischen um die 6-8 cm und einem Jigkopf um die 10 bis 14 g hat man eine gute Erkennung bei Bodenkontakt. Auch die Bisse lassen sich gut erkennen wenn es um kleinere Barsche geht, bei größeren Fischen ist der Biss natürlich an so einer Rute kaum zu Übersehen. Die Aktion der Rute zeigt im Drill mit kleineren Barschen eine Spitzenaktion, steigt doch mal ein größerer Fisch ein geht die Rute über in eine mehr oder minder durchgehende Aktion über.
Ich hatte noch nie das Gefühl mit dieser Rute einem größeren Fisch unterlegen zu sein, denn nach einigen Zandern bis 65cm und einem Rapfen von 65cm und einem Wels von 120cm hat sie schon längst bewiesen das sie auch mit kapitalen Fischen zurechtkommt.
Mich hat das Gesamtpaket dieser Rute überzeugt und mit einem Listenpreis von ca.130 € ein gerechtfertigter Preis.

In einigen Onlineshops ist sie noch erhältlich.

 

Eigenschaften:

Greys D-Tecta Rollenhalter für direktem Blankkontakt 
leichte 2-teilige Blanks 
Leichte Ringe mit SIC Einlage 
Feiner Korkgriff mit Rubberkork Abschlusskappe 
Dezente Zierwicklungen an den Ringbindungen 
Sorgfältig bemessene Grifflängen für einfache Handhabung

veröffentlicht September 2017

 

Schimano Speedmaster CX Spinning 270H

Diesmal entschied ich mich für eine Shimano Speedmaster CX 270H, denn ich wollte einfach mal eine Rute ausprobieren die nicht als Bretthart bezeichnet wird.

Ob das die richtige Wahl war sollte sich einige Wochen später zum Saisonstart zeigen. Um die Spedmaster einsetzen zu können fehlten noch eine Rolle und die Schnur, und da fiel meine Wahl auf eine 3000er Hagane mit der neuen Kairiki Schnur. Also eine komplette Ausrüstung aus dem Hause Shimano, das sollte doch perfekt passen. Nun sind schon einige Wochen und einiges an Angelstunden ins Land gegangen und ich konnte mir eine Meinung zu dieser Combo bilden. 
Die Hagane überspringe ich gekonnt (Testbericht ist auf meiner Seite vorhanden) und komme gleich zu der Speedmaster CX Spinning 270H die auf den ersten Blick ein edles Design aufweist. Ein schwarzer Blank, bestückt mit leichten und bewährten Ringen aus dem Hause Fuji, dazu passende Silber Applikationen und ein mattschwarzer ergonomisch geformter Rollenhalter der von portugiesischem Kork umgeben wird. Das ganze Erscheinungsbild der Rute endet in dem mit EVA besetzten Griff und der obligatorischen Endkappe mit dem Shimano Logo. 

 

Aber wie es nun mal im Leben so ist zählen nicht nur die äußeren Werte und hier geht es nun um die Alltagstauglichkeit dieser Rute.  Die Rute an sich wiegt 178g und ein Teil dieses Gewichtes macht der leichte Blank aus, der aus High Pressure Carbon mit Biofibre besteht. Alles Kennzeichnungen die wohl den Kennern was sagen sollen. Die Rute ist mit einer 300er Hagane gut aber nicht perfekt ausbalanciert. Der Blank der Speedmaster ist tatsächlich sensibler als die meisten meiner Zanderruten, das soll aber nicht bedeuten das sie ein Lämmerschwanz ist. Die Spitze ist einfach gefühlvoller und zeigt auch das vibrieren eines Shads am Ende der Schnur zuverlässig an. Trotzdem habe ich keine Probleme mit dieser Rute zu faulenzen oder zu jiggen. Und gibt’s einen Biss spürt man diesen sauber bis ins Hand Teil obwohl man wegen des doch dicken und langen Vorgriffes schlecht mit dem Finger an den Blank kommt.  Nach einem satten Anschlag spürt man, dass die Spitze schön die Kopfschläge eines Zanders ausgleicht und das starke Rückgrat gibt einem das sichere Gefühl das bis zum landen des Fisches nichts mehr schiefgehen wird. Und so ist es auch bis jetzt gewesen, den bei den bisherigen gefangenen Zandern hatte ich noch keinen einzigen Aussteiger. Die Rute ist mit 21 bis 56g angegeben, nach meinem Gefühl lädt sie sich bei einem Gesamtgewicht von 20 bis 35 am besten auf, bei einem Gesamtgewicht von 56g, Köder plus Jigkopf, bekommt die Rute doch größere Probleme mit dem jiggen in der Rheinströmung. 
Fazit: Die Speedmaster ist eine gelungene Zanderrute, egal ob es nun um die Länge des Griffes, oder um das Design der Rute geht. Die Spitzenaktion ist tatsächlich weicher als bei anderen Ruten aber ganz und gar nicht von Nachteil. Die etwas weichere Spitze bringt sogar einen Vorteil mit, das man auch andere Kunstköder wie z.b. Wobbler mit ihr werfen und führen kann. Ich persönlich habe es nicht bereut mir eine zugelegt zu haben und sie wird sicherlich auch nicht irgendwo im Eck ein Schattendasein fristen. Zwei Verbesserungsvorschläge hätte ich trotzdem, zum einen wäre da der Vorgriff der Rute, der könnte etwas kürzer und filigraner sein und die Rute könnte mit einer 3000er aus dem eigenen Hause besser ausbalanciert sein.

Der Preis der Rute war vor einigen Monaten um einiges höher, im Moment kann man sie nach einigem stöbern im Netz für 130€ haben. 
Noch eins zum Schluss! Wer mit dem Gedanken spielt sich anstelle der H eine MH zuzulegen der wird enttäuscht werden, der Blank der MH kommt einem Lämmerschwanz schon sehr nahe und meiner Meinung nach nicht wirklich zum jiggen geeignet. 

 

Eigenschaften:

Fuji Alconite Hard Chrome Beringung

Mattes Finish

Split Grip mit Kork und EVA

Inkl. Stofffutteral und Transportrohr

HPC 100 Kohlefaserblank

Powered by Biofibre

 

veröffentlicht Juli 2018

Shimano Stradic 2500 HG

 

Ich hatte nun einige Monate Zeit dieses Silber schimmernde Schmuckstück ausgiebig zu testen. Wie von Shimano gewohnt waren die ersten Kurbelumdrehungen eine wahre Freude.

Die Hagane, was so viel wie Stahl oder stahlhart bedeutet, kommt mit einigen vielversprechenden Ausstattungen daher die die Rolle noch robuster für den Einsatz am Wasser machen sollen. Einige dieser Merkmale möchte ich hier näher erläutern die hoffentlich die Rolle lange und störungsfrei arbeiten lassen.

Hagane Gear bedeutet das das Getriebe kalt geschmiedet wurde dadurch soll es unempfindlicher und langlebiger sein.

X-Ship eine Optimierung der Position des Ritzels plus vergrößertes Zahnradgetriebe sollen einen geringeren Kurbelwiderstand und dadurch einen geschmeidigeren Lauf gewährleisten.

Das Gehäuse das noch extremer in der Steifigkeit sein soll und dadurch jegliches verbiegen verhindern soll.

Als letztes wurde die Rücklaufsperre weggelassen, absolut richtig denn da fällt noch ein Störfaktor weg der an einer Rolle mehr Probleme machen kann als das es Vorteile bringt.

 

Dazu kommen noch die üblichen Verdächtigen wie das abdichten der Rolle gegen eindringen von Schmutz und Salzwasser, die Ausstattung mit besser laufenden Kugellagern und das optimieren der Spulenkante um ein noch besseres ablaufen der Schnur zu gewährleisten.

Alles wohlklingende Ausstattungsmerkmale die mich dazu bewogen hatten wieder mal zu einer Rolle aus dem Hause Shimano zu greifen. Bereut habe ich es bis heute noch nicht, ganz im Gegenteil, den als Pendant zu der 2500er habe ich auch die 3000er noch im Einsatz und beide erfüllen ihren Job problemlos. Die hohe Übersetzung von 6:1 ermöglicht eine variantenreiche Kö­derführung, besonders beim Jiggen auf Zander und mit einem Schnureinzug von 88 cm ist sie sicherlich auch was für die Rapfenangler unter euch. Das Gewicht liegt bei 235g und mit einer sauber und ruck freilaufenden Bremse mit einer maximalen Bremskraft von 9kg sollte man recht sicher auch einen Großzander landen können. Unter Beweis stellen konnte sich die Bremse der 2500er unteranderem auch schon beim Zanderangeln als ich einen großen Karpfen hackte der Minuten lang mit langen Fluchten immer wieder diese beanspruchte.

Ein Merkmal an dieser Serie das ich noch erwähnenswert finde ist das die Kurbelknäufe je nach Größe des Modells unterschiedlich geliefert werden, angefangen bei den beiden kleinen Modellen 1000er und 2500er mit einem I-Knauf, über die 3000er und 4000er mit einem T-Knauf bis zur 5000er mit einem großen Rundknauf, eine gute Idee.

Preislich liegt die Rolle je nach Größe im Bereich um die 150,- € was angesichts der Ausstattung und dem edlen Erscheinungsbild der Hagane vollkommen im Rahmen liegt.

 

Eigenschaften;

Rollen Modell Stradic Hagane 2500 HG
Übersetzungsverhältnis 6.0:1
Schnureinzug 88 cm
Bremskraft max 9kg
Gewicht 235g
Schnurfassung: 0,25 mm, 160 Meter

veröffentlicht November 2016